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Kanada
Indian Summer im Osten Kandas
20. September – 1. Oktober 2010
Diese Tour widmet sich der südöstlichen
Ecke von Kanada.
Ottawa, Montréal, Toronto und Québec kommen ebenso
zu ihrem Recht,
wie die faszinierenden Landschaften, allen voran die gewaltigen
Niagarafälle, die Region der 1000 Inseln und der herrliche
Algonquin National Park.
Wenn im Indian Summer das Laub prächtige Rot-, Gelb- und Bronzetöne
annimmt, ist eine Reise entlang des St.-Lorenz-Stroms von besonderem
Reiz.
Ende September/Anfang Oktober erreicht dieses Fest der Farben einen
Höhepunkt.
Reisepreis pro Person
im Doppelzimmer 1.959,- €
Einzelzimmer-Zuschlag 479,- €
EINGESCHLOSSENE LEISTUNGEN:
• Linien- oder Charterflug ab/bis Deutschland
• Örtliche deutsch sprechende Reiseleitung in Kanada
• Übernachtung in guten Mittelklasse- Hotels
• Tägliches kanadisches Frühstück
• Stadtrundfahrt in Montréal, Québec City, Ottawa
und Toronto
• Eintrittsgebühren Montmorency Wasserfälle, Algonquin
Nat. Park, Sainte- Marie-among-the-Hurons, 1000-Inseln-Bootstour
Rundreise laut Programm im klimatisierten Reisebus
• Flughafen- und Zollgebühren inkl. Sicherheitsgebühren
• Reiseinformationsmaterial
• Reisepreis-Sicherungsschein
NICHT EINGESCHLOSSEN:
• Ausgaben des persönlichen Bedarfs
• Trinkgelder
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Gute Aussicht auf Austausch
Deutsch-Amerikanische Gesellschaft setzt auf Völkerverständigung
LANDKREIS
(nb). Einmal über "den großen Teich" muss für
Schüler in Schaumburg bald kein Wunsch mehr sein. Ein Neustart
des Austausches zwischen Schaumburg und Schaumburg/Illinois in den
USA soll noch in diesem Jahr realisiert werden. Die erste Schülergruppe
plant bereits im Oktober ihren ersten Besuch in Amerika. Die Neuigkeit
gab der Vorsitzende der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft
(SDAG), Doktor Egon Crombach, auf der Jahreshauptversammlung im
Berghotel Sülbeck bekannt. Durch intensive Bemühungen
im Kontakt mit der neuen Schulleitung der Schaumburg-Highschool
und ein Ortsbesuch hätten schließlich nach Jahren vergeblicher
Verhandlungen den Durchbruch gebracht. Den Anfang macht das Adolfinum
in Bückeburg, das mit den Teilnehmern des Seminarfaches von
Edgar Bruns als Vorhut die Gegebenheiten erkundet und erste Kontakte
knüpfen soll. Der Schwerpunkt liege auf dem Bereich Kultur,
da ein sprachbasiertes Austauschprogramm aufgrund fehlenden Deutschunterrichts
nicht möglich sei. Gelingt der Start, sollen sich auch die
übrigen Gymnasien im Landkreis an diesem Angebot beteiligen
können. Positive Gespräche mit allen Schulen hätten
bereits stattgefunden, so der Pädagoge. Crombach setzt in die
Wiederbelebung besondere Hoffnung. Deren Gelingen liegt im direkten
Interesse der Gesellschaft und deren Arbeit: "Die Älteren
können die Völkerverständigung nicht tragen, das
müssen die Jungen tun", sagte der Vorsitzende. Neuerungen
haben sich auch auf anderen Arbeitsebenen ergeben: Bereits im vergangenen
Jahr hat erstmalig ein "gemischter Austausch" mit Vertretern
verschiedener Berufsgruppen und Institutionen stattgefunden. Aus
Sicht der Teilnehmer durch gebotene Vielfalt und kompaktes Programm
ein Erfolg. Olaf Bielinski, Mitarbeiter der Polizeidirektion Göttingen
in Stadthagen, zog hier seinen persönlichen Reisebericht heran
und lobte darin vor allem Training und berufliches Selbstverständnis
der amerikanischen Kollegen des "Schaumburg Police Department".
Auf Streife im "anderen" Schaumburg habe er neue Erkenntnisse
für die Arbeit in Niedersachsen gewonnen. Bleibenden Eindruck
hat bei allen Teilnehmern der Reisegruppe die ihnen entegen gebrachte
Gastfreundschaft hinterlassen. Ein Gegenbesuch aus den USA ist für
Ende April geplant. Zwei Schüler sind bereits mit dabei und
sollen den Weg für weitere Besuche der amerikanischen Schaumburger
ebnen. Für 25 Jahre Engagement als Mitglied wurden Heinz Wischnat
und Hermann Schwiezer ausgezeichnet.
Schaumburger Wochenblatt vom 10.02.2010 | Foto:
nb/p
Speaking of Schaumburg
a TV interview with Mayor Larson regarding Sister
Cities: http://www.youtube.com/watch?v=V3GIp4nRCPw
Schaumburger
kommen mit neuen Eindrücken aus Partnerstadt zurück
Fünf Berufsgruppen auf Tour / Reise- und Erfahrungsbericht
von Polizisten und Pädagogen / Sightseeing kommt nicht zu kurz
LANDKREIS/SCHAUMBURG IllINOIS (ste). Fast jeder kennt Schaumburg/Illinois
in den USA. Die Stadt ist die Partnerstadt des Landkreises Schaumburg
in den USA. Als "Schaumburg" wurde sie 1852 von Auswanderern
aus dem Bereich der heutigen Samtgemeinde Rodenberg gegründet.
Seit über 25 Jahren steht die Schaumburger Deutsch-Amerikanische
Gesellschaft (SDAG) im Auftrag des Landkreises als Repräsentant
für diese Partnerschaft. Kernstück der Arbeit sind Austausche.
Wer in einer Familie lebt, lernt die Lebensweise und die Kultur
des jeweils anderen am besten kennen. Er lernt sie zu respektieren.
Wer die guten Seiten und die Macken des anderen kennt, wird selten
auf die Idee kommen, sich mit ihm zu verfeinden. Die aktuelle Austauschgruppe,
die Jürgen Watermann als erster Stellvertretender Vorsitzender
der SDAG begleitet hat, war ein erfolgreiches Experiment. Erstmalig
gab es mehrere Berufsgruppen, die auf Tour gingen: Feuerwehrleute,
Polizisten, Rettungssanitäter und Verwaltungsangestellte im
Alter von 21 bis 63 Jahren. SSCC (Schaumburg Sister Cities Commission
- die Partner der SDAG in den USA) hatte damit ein breites Feld
abzudecken. Die Teilnehmer erhielten durch den Besuch der verschiedenen
Einrichtungen viele Informationen über die Struktur Schaumburgs.
Angefangen von der Stadtplanung und öffentlichen Einrichtungen
über die Schulen, Polizei und Feuerwehr bis hin zum kulturellen
Leben. Die Deutschen hatten auch Gelegenheit, ihren amerikanischen
Berufskollegen über die Schulter zu schauen und zu sehen, wie
diese ihren Job erledigen.
Heute folgend die Berichte der Polizei und der Pädagogen: Polizei
Pädagogen Sightseeing-Tour nach Chicago
Polizei
Die Kriminalbeamten Olaf Bielinski und Torsten Stielow erlebten
den "American Way of Life" eines US-Cops hautnah. So standen
während des Aufenthaltes nicht nur diverse gemeinsame Streifen
und Einsatztrainings im Schaumburg Police Department auf dem Plan.
Auch zahlreiche, von besonderer Herzlichkeit und Gastfreundschaft
gekennzeichnete Begegnungen machten den Dienst und das Leben nach
Dienst mit den US-Cops in Schaumburg für die beiden zu einem
unvergesslichen Erlebnis. Besonders positiv war für die beiden
deutschen Beamten der lockere und unkomplizierte Umgang der amerikanischen
Cops miteinander. So versahen beide "Germans" jeweils
eine Schicht im Streifendienst des dortigen Policedepartments und
fuhren mit ihren Partnercops Streife. Sie hatten dabei auch Gelegenheit,
die Gegend in und um Schaumburg-Illinois zu entdecken und auch an
Plätze zu kommen, die man sonst nicht zu sehen bekommen hätte.
Ein Höhepunkt war jedoch ein Programmpunkt, der sich eher zufällig,
auf Grund eines gemeinsamen Trainingstages der beiden mit dem SWAT-Team
des benachbarten Departments ergab. Ein Officer des SWAT-Teams hatte
angeboten, mit ihm am Abend zum Jiu-Jitsutraining zu gehen. Und
dort hat man dann mit dem Profifighter Jeff Curran persönlich
trainieren und sich mit ihm unterhalten können. Aber auch der
Dienst in der Drogenfahndung des Departments war ein Höhepunkt
im dienstlichen Bereich. Hier wurden in den Ermittlungstechniken
und Methoden diverse Parallelen deutlich. Sehr beeindruckend für
sie war jedoch der respektvolle Umgang mit und das Erhalten des
Andenkens an im Dienst getötete amerikanische Polizisten.
Pädagogen
Jutta Meves und Anja Neumann sind im pädagogischen Bereich
tätig, so dass ihr Interesse besonders dem Bildungssystem galt.
Sie besuchten Kindergarten, Grundschule und Junior High-School.
Die ersten Unterschiede fielen bereits im Kindergarten auf. Während
der Schwerpunkt im deutschen Kindergarten eher auf die spielerische
Vermittlung von Bildungsinhalten, als auch die Entwicklung der sozialen-emotionalen
Kompetenz gelegt wird, ist das amerikanische Pendant mit einer Vorschule
vergleichbar. Die Kinder besuchen den Kindergarten nur 2,5 Stunden
vor- oder nachmittags. Sie lernen dort bereits lesen, schreiben
und rechnen. Beindruckend und beneidenswert fanden die beiden besonders
die hervorragende technische und personelle Ausstattung, die sich
durch alle Jahrgangsstufen zog. Besonders Kinder mit körperlichen
Beeinträchtigungen oder verhaltensauffällige Kinder werden
durch zusätzliche Vollzeitkräfte optimal unterstützt
und integriert. Außerdem standen den blinden und gehörlosen
Schülern besondere Materialien, wie Schulbücher in Blindenschrift,
zur Verfügung. In dafür vorgesehenen Räumen wurden
die Kinder in Gebärdensprache unterrichtet. Für schwer
verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche wurde eine Day-School
eingerichtet, in der nicht nur gelernt, sondern auch gemeinsam gekocht,
gegessen und Freizeit verbracht wird. Auch dies selbstverständlich
unter sozialpädagogischer Anleitung und mit Hilfe speziell
ausgebildeter Fachkräfte. Insgesamt gewannen die beiden deutschen
Pädagoginnen den Eindruck, dass in diesem Schulbezirk kein
Kind vergessen wird und würden sich so viel Engagement auch
hier wünschen.

Sightseeing-Tour nach Chicago
Keine Tour ohne Sightseeing: Amerikaner machen so etwas mit dem
Auto. Deutsche machen so etwas zu Fuß. Obwohl das Wetter nicht
sehr gut war, haben es alle genossen. "Ich habe", so Jürgen
Watermann, "da ich schon öfter in Chicago war, die Gruppe
durch die Inner-City geführt. Wir haben uns auch Gebäude
angesehen, in die man, wenn man sie von außen betrachtet,
nicht hineingeht." Aber auch das "Rookereys", das
letzte und höchste Stein- auf Stein-Hochhaus (elf Etagen) mit
seiner vergoldeten Eingangshalle, muss man gesehen haben. Das Marquette-Building
aus dem Jahre 1937, in dem die Erschließung des Westens in
Mosaikbildern und Büsten dargestellt wird, sollte niemand bei
einem Besuch Chicagos auslassen. Der Besuch auf dem Hancock-Building
in der 97. Etage hat dann die Wünsche der Reisenden leider
nicht erfüllt. Sie befanden sich in rund 360 Meter Höhe
fast in den tiefhängenden Wolken.
"Für mich war es eine Belohnung, dass die Zeit mit einer
so heterogenen Gruppe - sowohl was das Alter als auch die verschiedenen
Interessen betrifft - sehr harmonisch verlaufen ist. Wie sagte eine
Teilnehmerin? "Ich habe erst gedacht, zwölf Tage sind
zu wenig. Aber mehr hätte mental und körperlich nicht
hinein gepasst. Genau das richtige Maß", so Watermann.
Wer Lust hat, auch einmal mitzufahren oder Interesse an der SDAG
zeigt, kann sich bei Jürgen Watermann melden. Die Adresse,
Telefonnummer und E-Mail sind auf der Homepage der SDAG unter www.sdag-shg.de.
Fotos: privat
Schaumburger Wochenblatt 11.11.09
Eineinhalb
erlebnisreiche Wochen in "Schaumburg Illinois"
Reise- und Erfahrungsbericht von Feuerwehrleuten, Rettungssanitätern,
Mitgliedern der Verwaltung / Teil II am Mittwoch
LANDKREIS/SCHAUMBURG IllINOIS (ste). Fast jeder kennt Schaumburg/Illinois
in den USA. Die Stadt, etwa 50 Kilometer nordwestlich von Chicago
gelegen, ist die Partnerstadt des Landkreises Schaumburg in den
USA. Als "Schaumburg" wurde sie 1852 von Auswanderern
aus dem Bereich der heutigen Samtgemeinde Rodenberg gegründet.
Seit über 25 Jahren steht die Schaumburger Deutsch-Amerikanische
Gesellschaft (SDAG) im Auftrag des Landkreises als Repräsentant
für diese Partnerschaft. Kernstück der Arbeit sind Austausche.
Wer in einer Familie lebt, lernt die Lebensweise und die Kultur
des jeweils anderen am besten kennen. Er lernt sie zu respektieren.
Wer die guten Seiten und die Macken des anderen kennt, wird selten
auf die Idee kommen, sich mit ihm zu verfeinden. Die aktuelle
Austauschgruppe, die Jürgen Watermann als erster Stellvertretender
Vorsitzender der SDAG begleitet hat, war ein erfolgreiches Experiment.
Erstmalig gab es mehrere Berufsgruppen, die auf Tour gingen: Feuerwehrleute,
Polizisten, Rettungssanitäter und Verwaltungsangestellte
im Alter von 21 bis 63 Jahren. SSCC (Schaumburg Sister Cities
Commission - die Partner der SDAG in den USA) hatte damit ein
breites Feld abzudecken. "Sie hatten ein interessantes Programm
zusammengestellt", so Watermann. Die Teilnehmer erhielten
durch den Besuch der verschiedenen Einrichtungen viele Informationen
über die Struktur Schaumburgs. Angefangen von der Stadtplanung
und öffentlichen Einrichtungen über die Schulen, Polizei
und Feuerwehr bis hin zum kulturellen Leben. Die Deutschen hatten
auch Gelegenheit, ihren amerikanischen Berufskollegen über
die Schulter zu schauen und zu sehen, wie diese ihren Job erledigen.
Was wird gleich gehandhabt? Welche Unterschiede gibt es? Was ist
besser in US-Schaumburg? Aber auch: Was ist zu Hause effektiver
organisiert? Hier die kurzen Berichte: Stadtverwaltung Feuerwehr
und Rettungsdienst.
Verwaltung
Als Verwaltungsfachkräfte nahmen Manfred Fellmann von der
Stadtverwaltung Stadthagen und Burkhard Rohrsen von der Rintelner
Stadtverwaltung sowie Sandra Neumann am Austauschprogramm teil.
Die drei erhielten im dortigen Verwaltungsgebäude zunächst
durch den Direktor für Stadtentwicklung Christopher Huff
einen allgemeinen Überblick. Direkt im Verwaltungsgebäude
befinden sich das General Government sowie die Abteilungen Community
Development, Finance, Human Resources, Information Technology
und Transportation. Während Manfred Fellmann und Burkhard
Rohrsen tiefer in die Strukturen der Stadtplanung und der Finanzen
eintauchten, nahm Esther Peneff, aus der Abteilung für Bürgerbeschwerden
Sandra Neumann mit auf eine allgemeine Führung durch alle
Abteilungen. Hier konnte sie sich einen Überblick über
die Organisation des Rathauses verschaffen und mit der Vorgehensweise
in der freien Wirtschaft vergleichen. Viele Mitarbeiter aus völlig
unterschiedlichen Verantwortungsbereichen stellten ihre Aufgaben
vor. 1961 wurde für die Stadt der erste Generalentwicklungsplan
verabschiedet, auf dessen Grundlage die überregionale Verkehrsanbindung
ausgebaut wurde und die Stadt innerhalb von 10 Jahren auf 19.000
Einwohner anwuchs. In den 80er und 90er Jahren wurden zielgerichtet
große Büro- und Hotelkomplexe, Gewerbe- und Industriegebiete,
ein Messe- und Veranstaltungszentrum und vor allem viele große
Shoppingmalls entwickelt. Aber auch weitere Wohngebiete mit hohem
Naherholungswert und Schuleinrichtungen entstanden, so dass die
Einwohnerzahl heute auf 75.000 Einwohner angewachsen ist. Zugleich
gibt es heute schon 80.000 Arbeitsplätze in der Stadt. Da
aus Platzgründen keine neuen Wohngebiete ausgewiesen werden
können, verfolgt die Stadt das Ziel, bis 2020 die Verkehrsinfrastruktur
weiter zu verbessern (Ringbahnlinie) und als Beschäftigungsmetropole
mit bis zu 130.000 Arbeitsplätzen zu wachsen. Entsprechend
soll das Einkaufs-, Messe-, Sport- und Unterhaltungsangebot weiter
entwickelt werden. Die Stadtentwicklung profitiert natürlich
auch vom angrenzenden internationalen Flughafen O‘Hare und
der benachbarten quicklebendigen, hochwertig gestalteten Kunst-,
Freizeit-, Einkaufs- und Kulturmetropole Chicago. Das kommunale
Planungsrecht ist dem Grunde nach ähnlich wie bei uns aufgebaut,
nur scheinen die staatlichen Vorgaben der Landesplanung schwächer
ausgebildet zu sein. Der Dezernent für Stadtentwicklung ist
für die Bauleitplanung, Baugebietserschließung, Bauaufsicht
und - interessanter Weise - für die ökonomische Entwicklungskoordination
verantwortlich. Und die Wirtschaftsförderung? Der Dezernent
für Stadtentwicklung kann wirklich für die Wirtschaft
Türen öffnen, weil er die Schlüssel von der Planung
bis zur Wirtschaftsförderung in den Händen hält.
Dabei wird er von regionalen Organisationen unterstützt.
Beide Einrichtungen haben auf Leitungsebene großes Interesse
bekundet, in einen engeren Dialog mit hiesigen Schaumburger Stellen
zu treten.
Im Finance Department erläuterte der Leiter Douglas Ellsworth
den Ablauf der Geschäftsprozesse, die Buchführung und
die Rechnungslegung. Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich
durch sieben verschiedene Steuern, deren Erhebung meist durch
städtisch festgelegte Prozentsätze erfolgt. Den größten
Anteil daran haben die Sales Tax. Diese Steuer erbringt mehr als
62 Prozent des Gesamtaufkommens. Daneben gibt es Steuern von Hotels,
Telekommunikation, staatliche Einkommensteuer, anteilige Treibstoffsteuer
sowie Lebensmittel- und Getränkesteuer. Dazu kommen die Einnahmen
aus der Wirtschaftstätigkeit. Die Stadt präsentiert
sich bei der Durchfahrt mit gepflegten Grünanlagen und Gebäuden
fast unwirklich wie frisch aus dem Ei gepellt. Keine Graffiti,
kein Schmutz auf den Wegen und keine Menschen vom Rand der Gesellschaft
sitzen herum. Schaumburg hat eine hohe Konzentration sauberer
Industrie- und Dienstleistungsbetriebe, jeder zehnte Einwohner
arbeitet bei Motorola. Eine große Zahl von Arbeitnehmern
kommt täglich von außerhalb als Pendler hierher zur
Arbeit. Eines der größten Einkaufszentren der Welt
(Woodfield Mall) und viele kleinere wirken ebenfalls als Magneten.
So erklärt sich die augenscheinlich gute finanzielle Lage
der Stadt und die üppige, weit über US-Durchschnitt
liegende Ausgestaltung der öffentlichen Anlagen, Schulen,
Bücherei.
Feuerwehr und Rettungsdienst
Daniel Möller und Matthias Schlautkötter waren für
die Feuerwehr dabei, als Rettungsassistenten Martin Buhr und Thomas
Wolff . Sie haben in den USA einen 24 Stunden Dienst und einen
Tagdienst auf der Feuerwache 51 absolviert. Ihnen wurden die Fahrzeuge
und die Gerätschaften gezeigt und erklärt. Die medizinische
Ausstattung auf den Ambulanzen ist zum großen Teil identisch
mit der Beladung der Rettungswagen in Deutschland. Ein großer
Unterschied ist, dass der Rettungsdienst in Schaumburg-Illinois
nur durch die Feuerwehr gestellt wird. Es gibt fünf Feuer-
und Rettungswachen in der Stadt, alle sind 24 Stunden am Tag besetzt.
Die Ambulanzen haben auch eine feuerwehrtechnische Beladung im
geringen Umfang, so ist etwa die Schutzausrüstung für
die Brandbekämpfung inklusive Pressluftatmer verladen, damit
die Besatzung bei Brandeinsätzen unterstützen kann.
Die Arbeitsweise des amerikanischen Rettungsdienstes ist sehr
ähnlich mit der unseren, der größte Unterschied
besteht darin, dass es keine Notärzte gibt, die Paramedics
sind auf sich allein gestellt, haben dafür aber auch eine
umfangreichere Ausbildung und können sich telefonisch absichern.
Die Feuerwehrfahrzeuge hingegen sind nicht vergleichbar mit deutschen
Fahrzeugen. Es gibt drei Hauptkategorien: Engine (Löschfahrzeug),
Truck (Drehleiter) und Squad (Rüstwagen). Auf der Engine
ist lediglich Ausrüstung für die Brandbekämpfung
verladen, es ist ein Wassertank eingebaut und eine Pumpe mit sehr
hoher Leistung ist verbaut. Der in Schaumburg verwendete "Truck"
hat eine Leiterlänge von etwa 30 Metern (genauso lang wie
eine deutsche Drehleiter) und hat eine sehr umfangreiche Ausstattung.
In dem Truck sind ebenfalls ein Wassertank und eine Pumpe verbaut.
Das Squad hat eine mit deutschen Rüstwagen vergleichbare
Beladung, verfügt aber nicht über einen Wassertank.
Die Arbeitsweise der Feuerwehr unterscheidet sich zu der deutschen,
da die Häuser anders gebaut sind.
Schaumburger Wochenblatt vom 07.11.2009
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