Schaumburger Deutsch-Amerikanische Gesellschaft e.V.
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Dr. Egon Crombach und  Dr. Andrew B. DenisonVortrag zum Thema Wahlen in Amerika
Auf Einladung des Schaumburger-Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft (SDAG) hielt der promovierte Politologe Dr. Andrew B. Denison im großen Sitzungssaal einen hoch interessanten Vortrag zum Thema Wahlen in Amerika.

Der selbständiger Analyst und Publizist, ist spezialisiert auf den Bereich Außen- und Sicherheitspolitik im nordatlantischen Raum. Er erhielt seinen Ph.D. an der Nitze School of Advanced International Studies der Johns Hopkins Universität in Washington D.C.; seinen Magister an der Universität Hamburg und seinen "Bachelor of Arts" an der University Wyoming. Seine Aufgaben reichen von wissenschaftlichen Forschungsaufträgen bis zur politischen Bildung. Seit 2000 ist er Direktor des Think Tank Transatlantic Networks, Königswinter.

In einem seinem Vortrag erklärte er den Zuhören nicht nur das System der Präsidentschaftswahlen in den USA und die mit großem Medieninteresse seit Anfang Januar laufenden Vorwahlen. Er analysierte auch die Hintergründe im Nationalbewusstsein der Amerikaner, ihre Erwartungen an den mächtigsten Mann / die mächtigste Frau im mächtigsten Land der Welt.

Die ganze Welt schaut zu. Die amerikanischen Vorwahlen sind offen und intensiv wie noch nie. Zu diskutieren gibt es genug. Amerika lernt so die Kandidaten für das Amt des Präsidenten kennen.

Die Welt - nicht nur die Amerikaner- sehnen sich nach dem Gegenteil von George W. Bush. Alle hoffen auf ein besseres Amerika .Amerikaner wollen mehr Einheit—unter sich und mit der Welt. Nicht „Blaue Staaten“ oder „Rote Staaten“, sondern die Vereinigten Staaten; dies ist mehr als nur ein Wahlspruch von Barack Obama.

Rot steht in den USA für die Republikaner bzw. die "Republican Party" mit dem Elefanten als Emblem, die Partei von Präsident George W. Bush, dessen Nachfolger gewählt wird. Blau steht für die Demokraten bzw. die "Democratic Party" mit dem Esel als Symboltier.

Die Wähler wollen Wandel. Die schwer berechenbaren Vorwahlen dienen als Barometer der Wünsche und Sorgen der politischen Klassen Amerikas.

Wer kann es besser machen? Im bunten Gemisch der Bundesstaaten zählt vor allem, wer kann besser die Wähler mobilisieren. in dieser Auseinandersetzung geht es um „ground war“ und „air war“. Der Bodenkrieg findet von Tür zu Tür statt – um Menschen persönlich davon zu überzeugen, zur Wahl zu gehen. Der Luftkrieg bedeutet Radio und Fernsehen, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Der politischen Werbung kann man derzeit nicht entrinnen.

Aber Mobilisierung heißt auch die Mobilisierung von Geld. 2008 fließt mehr Geld als je zuvor in den Wahlkampf. Geld ist Mittel und Zweck der Mobilisierung; Geld vor allem, um Nichtwähler zu motivieren, sie dazu zu bringen, doch noch die Versammlungen und die Wahlurne zu besuchen. Geld mobilisieren muss nicht nur ein Wahlkämpfer - es ist auch eine zentrale Aufgabe des Regierens
Die Welt will ein neues Amerika. Amerika will der Welt entgegenkommen, so heißt es von allen Anwärtern auf das Amt des Präsidenten "So viel Zusammenarbeit wie möglich, so viel Alleingang wie nötig". Dieses alte amerikanische Prinzip zum Umgang mit der Welt bedeutet heute etwas anders als in den Tagen und Monaten nachdem 11. September (9/11). Sorgen über Alleingänge dieser gigantischen Großmacht sind verständlich. Auch in einer Zeit der relativen Schwäche sind die USA einmalig in ihrem Einfluss

Amerika auf der Suche nach neuer Führung—und die Welt ist so interessiert wie noch nie.
Barack Obama vor Hillary Clinton, so die vorsichtige Prognose über den Ausgang der Wahl.
Im Anschluss an den Vortrag nutzen die Zuhörer Gelegenheit Fragen zu stellen und zu diskutieren.

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