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Presse
Erlebnisreiche Woche in Schaumburg
- Lehrergruppe aus unserer Partnerstadt in Illinois hier zu Besuch
Zum
dritten Mal in acht Jahren kam eine Gruppe von Lehrern aus Schaumburg
(Illinois) ins hiesige Schaumburg zu Besuch. Für eine Woche.
Anschließend fuhren sie mit der Bahn nach München, Salzburg,
Wien und Prag, nun sind sie schon wieder zu Haus. Neben den interessanten
Zielen in unserem Landkreis und seiner Umgebung nutzten sie ihren
Aufenthalt zum Abstecher nach Berlin.
Was haben sie hier bei uns gesehen? Selbstverständlich fing
es bei Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier an; er begrüßt
die Gäste der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft
immer persönlich am ersten Tag; bei ihm erhalten sie umfangreiche
Informationen über unsere Gegend. Ganz auf diese Besuchergruppe
stellte sich Frau Bredthauer vom Schulamt ein, als sie einen Überblick
über das deutsche Schulsystem vermittelte. Als erstes sahen
die Lehrer dann Bückeburg (Stadtrundgang, Heimatmuseum, Schlossführung).
Für die Fahrten hatte die Stadt Rinteln freundlicherweise einen
Kleinbus zur Verfügung gestellt.
Ein wesentliches Erlebnis für die Gäste war der Besuch
schulischer Einrichtungen, die es in dieser Form in den USA nicht
gibt. Die BBS Burgfeldsweide stellte sich vor, im Rintelner Gymnasium
nahmen die Gäste am Unterricht teil. Die Lebenshilfe in der
Waldkaterallee stand auf dem Programm. Natürlich auch das Kennenlernen
der Rintelner Innenstadt, der Schaumburg, der Paschenburg und der
Schillathöhle. Hameln und Stadthagen mit ihren Sehenswürdigkeiten
wurden besichtigt, eine Rundfahrt durch Schaumburg führte ans
Steinhuder Meer und zum Mittagessen in den "Felsenkeller".
Das alles wäre zu gedrängt gewesen, hätte nicht auch
ein freier Tag mit den Gastfamilien zur Verfügung gestanden;
ein Farewell Dinner lud die Besucher aus der Partnerstadt in die
Pizzeria Italia am Alten Anleger in Rinteln.
Ja, und dann war da noch ein Serie anderer Höhepunkte eingeschoben:
Die Fahrt mit dem ICE nach Berlin, allein schon ein ungewohntes
Reiseerlebnis für Gäste aus Amerika. Eine Berliner Stadtrundfahrt.
Die Besichtigung des Reichstags unter spezieller Führung. Und
anschließend ein Zusammentreffen mit dem Bundestagsabgeordneten
Sebastian Edathy, gemeinsames Kaffeetrinken mit ihm am Potsdamer
Platz.
Die Lehrer aus Illinois schieden von hier mit einer Fülle von
Eindrücken, die erst verarbeitet werden wollen. Nicht anders,
als es den Besuchern aus unserem Landkreis geht, die das dortige
Schaumburg sehen und erleben dürfen. Eine wesentliche beiderseitige
Erfahrung ist stets die Gastfreundschaft. Die Schaumburger Deutsch-Amerikanische
Gesellschaft ist deshalb froh und dankbar, dass sie stets fürsorgliche
Gastfamilien findet, wenn Besucher zu uns kommen. Interessante neue
Einblicke gewinnen die Gäste bei der BBS Rinteln.
Wochenblatt 04.07.07 / Foto:
privat / Text: Walter Münstermann

Jahreshauptversammlung, am 6. März
2007 im "Haus des Gastes" in Bad Eilsen
Jahreshauptversammlung,
am 6. März 2007 im „Haus des Gastes“ in Bad Eilsen.
Zu Beginn der Versammlung bat der Vorsitzende Dr. Walter die Anwesenden,
sich zum Gedenken der im Jahr 2006 verstorbenen Janet Niemann zu
erheben. Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Schaumburg
Sister Cities Commission (SSCC) des Village of Schaumburg Illinois,
USA.
Rückblickend berichtete er dann über Ereignisse des Jahres
2006. Im Juni begrüßte die SDAG eine Businessdelegation
aus Schaumburg, USA. Das herausragende Ereignis des Jahres 2006
war die Übergabe des „Steines der Freundschaft“.
Der Stein wurde im Mai 2006 im Rahmen einer Veranstaltung auf die
Reise gebracht. Die 50-Jahrfeier der Verwaltungsgemeinde - Village
of Schaumburg - im September war der passende Anlass für die
Übergabe des 1,8 Tonnen schweren Monuments aus Obernkirchener
Sandstein.
Neben den Wappen der beiden Schaumburgs ist der Leitspruch „COMMON
HERITAGE, COMMON FUTURE“ - (gemeinsames Herkunft, gemeinsame
Zukunft) – eigemeißelt.
Beim zweistündigen Umzug auf Position vier bei der Septemberfestparade
2006 in Schaumburg/Ill. hatten Tausende Gelegenheit, das Schaumburger
Geschenk zu bewundern. Eine Delegation der SDAG und Mitglieder der
SCC begleiteten den Festwagen.
Anschließend wurde der Gedenkstein an seinem endgültigen
Standort im neuen Convention Center der Stadt Schaumburg/Ill. im
Rahmen eines Festaktes enthüllt.
„Interessant ist jedoch der Blick in die Zukunft“ -
und die sieht Dr. Walter auch in Crete (Illinois), einer 8000 Seelen
zählenden Gemeinde im Süden Chicagos, die im 19. Jahrhundert
gleichfalls von Auswanderern aus dem Schaumburger Land gegründet
wurde: "Crete ist kein Ersatz für Schaumburg, aber eine
sinnvolle Ergänzung unserer Beziehungen und insofern ein neuer
Meilenstein für die SDAG." Im Oktober 2007 wird bereits
eine Gruppe Schüler zunächst nach Iowa City und anschließend
nach Crete reisen.
Mit der Partnerstadt Schaumburg sind bereits weitere Austauschmaßnahmen
mit Polizei und Feuerwehr, Lehrern und Pflegekräfte in Vorbereitung.
Ein weiteres Zukunftsprojekt ist das Aufstellen einer Skulptur,
zur Erinnerung an die Auswanderer.
Schatzmeister Wilhelm Mevert erläutert den Kassenbestand, der
vor allem durch die Kosten für den 1,8 Tonnen wiegenden "Stein
der Freundschaft" nach Schaumburg/Illinois deutlich geschrumpft
ist. Ein Erhöhung der Beiträge ist jedoch nicht erforderlich.
Bei der anschließend turnusmäßigen Wahl des Vorstandes
und der Beisitzer wurden jeweils einstimmige Ergebnis erzielt. Da
Dr. Walter bereits zu Beginn der Sitzung mitgeteilt hatte, nicht
mehr für das Amt des Vorsitzenden zu kandidieren, schlug er
Dr. Egon Crombach als Nachfolger vor.
Geschäftsführender Vorstand: Vorsitzender
Dr. Egon Crombach, Jürgen Watermann bleibt sein 1. Stellvertreter;
neuer 2. stellvertretender Vorsitzender Klaus Dieter Budde; Schatzmeister
Wilhelm Mevert und Schriftführerin Anne Coert wurden in ihren
Ämtern bestätigt.
Beisitzer: Astrid Teigeler-Tegtmeier, Martin Borowski, Edgar Bruns,
Ernst Führing, Friedhelm Hamann, Sandra Kühnast, H.G.
Schöttelndreier, Heinrich Wallenstein.

Flaggen
für Amerika-Besuch
Auch praktische Ergebnisse aus jeder Begegnung
APELERN (wm). Bei Dr. Stephan Walter, dem 1. Vorsitzenden der Schaumburger
Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft, traf Mary Nagy aus Schaumburg-Illinois
zu einem Kurzbesuch ein. Sie kam eigens herüber, um deutsche
Weihnachtsmärkte zu erleben; das hatte sie sich seit Jahren
vorgenommen. Sie gehört zum dortigen Partnerschaftskomitee.
Da sie auch langjährige diplomierte Krankenschwester ist, konnte
sie gleich zwei Schaumburger Studenten die nötige Hilfe anbieten,
die drüben ihre medizinische Ausbildung vervollständigen
möchten.
Unser Bild zeigt Jan Martin Sohns aus Stadthagen, Schwerpunkt Innere
Medizin, und Jacqueline Gümmer aus Nordsehl, Wunschbereich
Chirurgie, zusammen mit Mary Nagy (Mitte) und Dr. Stephan Walter
(dahinter). Für eine Wirkungsstätte und für eine
Unterkunft bei Gastgebern wird gesorgt sein, wenn die beiden künftig
zu verschiedenen Zeiten und mit unterschiedlicher Dauer nach dem
"anderen Schaumburg" reisen.
Wochenblatt vom 13.12.06 / Foto
und Text: Walter Münstermann

Ein Empfang wie unter alten Freunden
Nach 150 Jahren erster Besuch bei den Nachkommen der Auswanderer
HOHNHORST. Wir haben berichtet, dass eine Delegation nach Crete
gefahren ist, dem Städtchen "Kreta" in Illinois (USA),
dessen Einwohner großenteils von Auswanderern aus dem Schaumburger
Land südlich des Steinhuder Meers abstammen. Unser Berichterstatter
war dabei. Er erzählt:
"Auf einem Netz von breiten Autobahnen durchqueren wir die
endlosen Industrievororte von Chicago, um von der Stadt Schaumburg
im Nordwesten nach Crete im Südosten der Metropole zu gelangen.
Das kostet uns im Vormittagsverkehr fast zwei Stunden, natürlich
auch, weil wir uns mal verfahren. Jedenfalls Zeit genug für
Dr. Stephan Walter, uns das Zustandekommen des Kontakts zu erklären.
Wer hätte wohl je von Crete erfahren? Da flatterte dem 1. Vorsitzenden
der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft die englischsprachige
Schrift "Landsmann" auf den Tisch, herausgegeben von einem
Howard Piepenbrink in Virginia. Sein Vorfahr Johann kam mit 300
Dollar in der Hand aus Ohndorf; die heutige Publikation will bei
der Erforschung der Ahnentafeln und der Geschichte von deutschen
Siedlern bei Chicago helfen. Im Nu war die Verbindung hergestellt,
und zwar zu seinem Vetter Tim Piepenbrink in Crete.
Natürlich werden wir schon erwartet. Und wie! Ein großes
Empfangskomitee hat getreulich im Ratssaal ausgeharrt, bis wir verspätet
eintreffen. ´Durch Zeit und Entfernung getrennt, doch nicht
im Geist´ überschreibt Tim Piepenbrink das historische
Treffen. Besuchermappen mit Literatur sind vorbereitet, Heimatforscherin
Carol Triebold hält uns einen interessanten Vortrag über
die deutschen Einwanderer und die Geschichte von Crete. Es berührt
einen doch, wenn man da mitten in Nordamerika solche Daten hört:
Wilhelm Rinne, geb. 19. 2. 1797 in Reinsdorf, Hof Nr. 2, war der
erste Deutsche, der hier auf der Prärie erschien. Crete wurde
1836 gegründet. Gegenüber zeigt man die einst stolze zweistöckige
Villa, die Rinnes Nachfahren vierzig Jahre später gebaut haben.
Die Gastgeber haben Geschenke vorbereitet, Stadtfahne und Bücher.
Dr. Stephan Walter bedankt sich mit Gegengaben und der Feststellung:
Unsere Geschichte ist auch eure Geschichte. Er erzählt, was
man hier bei uns über die Auswanderer und ihre Motive weiß.
Natürlich wären nun Gegenbesuche in Deutschland die Krönung
des neuen Kontakts, die Einladung dazu ergeht.
Beim
gemeinsamen Lunch hören wir fesselnde Geschichten: Was von
der endlosen Seereise überliefert ist, wie manche Auswanderer
erst in New York hängen blieben, um ein paar Dollar für
die Weiterreise zu verdienen. Wie es über die Großen
Seen nach Chicago weiterging. Einer hatte 2000 Dollar Erbteil mitgebracht,
andere mussten im Gelobten Land erst beim Kanalbau arbeiten. Die
Siedler behalfen sich auf ihren Großparzellen fünf Jahre
lang mit notdürftigen Erdbehausungen, bis sie ihr Wohnhaus
bauen konnten. Nicht alle wollten Farmer sein und bleiben. Wilhelm
Rinne wurde Ziegeleibesitzer, der Sohn von Johann Diersen aus Feggendorf
hatte das größte Eisenwarengeschäft, eine Familie
Hartmann aus Horsten stellte Postmeister und Hotelier. Für
alle zusammen galt: Sie mussten hart ran, brachten es aber auch
zu etwas. 700 Morgen Land und 100 Kühe, erzählt einer
am Tisch von seiner Familie.
Kein Wunder, dass an den älteren Backsteingebäuden längs
der Hauptstraße (die später zur Fernstraße 1 von
Chicago nach Florida wurde) Namen wie Seggebruch und Seehausen eingemeißelt
sind. Mit den historischen Häusern hat man übrigens dieselbe
Not wie bei uns, sie müssen renoviert und zeitgemäß
nutzbar gemacht werden. Wir staunen über die schneeweiße
Holzkirche von 1866, deren Turm ein wenig an Hohnhorst erinnert,
und blättern in den frühen deutschen Kirchenbüchern.
Alte Gräber mit vertrauten Namen sind intakt erhalten. Man
zeigt uns auch Hochmodernes: wundervolle Wohnviertel, eine gewaltige
Pferderennbahn und schließlich die Lutheran High School. Bei
deren Besichtigung verfolgt unsere Delegation gleich den Wunsch,
einen Schüleraustausch zuwege zu bringen. Die Zeichen dafür
stehen nicht schlecht.
Ein Abendessen im lutherischen Gemeindehaus beendet das reiche Programm
dieses Tages. Das Tischgebet können sie noch auf Deutsch, auch
wenn nicht alle den Sinn jedes Wortes erfassen. Herzlicher Abschied,
wir kommen wieder! Ins Auto, zurück nach Schaumburg-Illinois,
Autobahnausfahrt 290, Biesterfield Road. Alles schon beinahe vertraut!
Wochenblatt vom 29.11.06 / Foto
und Text: Walter Münstermann

Zwei
Schaumburgs halten engen Kontakt
Beispielhafte Patenschaft / Weltweite Verbindungslinie mit Barsinghausen
BARSINGHAUSEN (wm). Unser Nachbarkreis Schaumburg pflegt, das ist
hier wenig bekannt, die Patenschaft zu einer gleichnamigen Stadt
im amerikanischen Bundesstaat Illinois. Das dortige Schaumburg wurde
um 1850 von Auswanderern gegründet, die meist aus Apelern und
Umgebung kamen. Noch heute heißen Hauptstraßen nach
den Siedlerfamilien von damals oder schlicht "Schaumburg Road".
Eine ist sogar nach Rodenberg benannt.
Vor wenigen Wochen war eine Delegation der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen
Gesellschaft drüben bei ihrem Schwesterkomitee, um einen Freundschaftsstein
zu enthüllen. Einen Obernkirchener Sandstein aus dem Bückeberg
als Geschenk zum 50-jährigen Stadtjubiläum. Aus der Farmlandsiedlung
ist nämlich inzwischen ein eleganter Vorort von Chicago geworden,
kaum zwanzig Kilometer vom Flughafen O´Hare entfernt, mit
80.000 Einwohnern und weltweit operierenden Unternehmen. Das größte
davon, Motorola, kennt man auch bei uns.
Ein bisschen vom Zufall unterstützt, fand sich sogar eine moderne
Verbindung nach Barsinghausen. In Schaumburg, Illinois, befindet
sich nämlich das Hauptquartier der in 60 Ländern der Erde
tätigen "La Leche League (LLLI)", einer gemeinnützigen
Fachorganisation zur Ermunterung, Information und Unterstützung
stillender Mütter. Sie berät auch die Weltgesundheitsbehörde.
Diese Liga, bei der man ebenfalls gerade 50. Geburtstag feiert,
hat in Barsinghausen-Kirchdorf einen Beratungsstützpunkt.
Zurück zur Patenschaft der beiden Schaumburgs. Sie existiert
schon über zwanzig Jahre. Man besucht sich nicht nur gegenseitig
- schon über tausend Schaumburger von hier sind dort drüben
gewesen, einschließlich der Fürsten zu Schaumburg-Lippe
und der Spitzenpolitiker - , sondern unterhält auch einen regen
Austausch: Schüler, Lehrer, Sportler, Polizisten, Feuerwehrleute,
Bank- und Verwaltungsangestellte, Trachtengruppen, Chöre und
Musikkapellen. Die Gäste aus den USA suchen hier nach der Herkunft
ihrer Familien, entziffern die Inschriften über den Hoftoren
oder forschen in alten Unterlagen. Für deutsche Besucher ist
es aufregend, drüben über den Friedhof der ersten Siedler
zu streifen und an den Grabsteinen nachzulesen, dass sie aus Apelern,
Reinsdorf oder Algesdorf eingewandert waren. "Hessen Schaumburg"
steht oft dabei, denn der an den Deister grenzende Teil Schaumburgs
gehörte interessanterweise zu Hessen-Kassel. Und von dort gab
es eine besonders starke Auswanderung.
Diese Patenschaft gilt denn auch als die engste aller mit den USA
bestehenden. Und vermutlich wird sie noch wachsen: Erst kürzlich
entstand der Kontakt zu einem weiteren örtlichen Kern von Illinois-Siedlern.
Deren Vorväter kamen aus dem Schaumburger-Wunstorfer Flachland,
zwischen Bad Nenndorf und dem Steinhuder Meer.
"Deister Aktuell" | Foto: wm - Frohe Begegnung in Illinois; Schaumburger von hüben und drüben.

Romantisches
Land und freundliche Leute
Rückspiegelung: Wie eine Besucherin aus USA unser Schaumburg
erlebt hat
LANDKREIS (wm). Begleitet von einem Bild der Bückeburger Stadtkirche
steht in den "Community News", Stadtnachrichtenblatt der
Partnerstadt Schaumburg, Illinois, ein Reisebericht über unser
Schaumburger Land. Jean Schlinkman, die im Juni mit einer Gruppe
hier war, schildert ihre Eindrücke. Interessant zu lesen, wie
die Freunde von drüben uns sehen. Nachdem die Besucherin die
großartige und aufmerksame Gastfreundschaft der Austauschfamilien
gelobt hat, bei denen die Gruppe untergebracht war, schreibt sie:
"Eine Reise in zurückliegende Zeiten. Jede Stadt hat Straßen
mit Kopfsteinpflaster und weist Gebäude auf, die wir nur als
historische Wahrzeichen ansehen würden, die aber nach wie vor
als Geschäfts- und Wohnhäuser in Gebrauch sind. Eine reiche
grüne Hügellandschaft mit Tupfen aus Jahrhunderte alten,
rot eingedeckten Bauernhäusern und Gruppen von High-Tec-Windmühlen.
Das Ensemble wirkt friedlich und romantisch. - Die Menschen sind
sehr freundlich und haben gottseidank nichts dagegen, ihr Schulenglisch
anzuwenden; in der Mehrzahl der Fälle ist die Verständigung
leicht. Unsere Gastgeber hielten uns mit Ausflügen und Mittagessen
stets im Gang. Wir genossen die Schaumburg und Schloss Bückeburg,
besuchten eine Reitschule und einen Empfang beim Bürgermeister
im Rintelner Rathaus, trafen uns mit Kultur- und Tourismusfachleuten,
sahen den Landtag in Hannover, Checkpoint Charlie, Mauer und Brandenburger
Tor in Berlin sowie Hameln (berühmt durch den Rattenfänger),
aßen mit dem Fürsten zu Mittag und erlebten die Autobahn
bei 210 km/h. Auch die Autostadt Wolfsburg..."
Jean Schlinkman schließt mit den Worten: "Die Geschichte
des deutschen Schaumburg ist voller vertrauter Namen, von Napoleon
bis Rodenberg. Da fanden wir in einem nahegelegenen Dorf sogar die
Geburtseintragung meines Urgroßvaters von 1862. Wenn Sie (die
Leser) eine Europareise mit Charme, Historie und menschlicher Wärme
unternehmen wollen, empfehle ich Ihnen Norddeutschland. Nebenbei
braut man dort auch ein wohlschmeckendes Schaumburger Pilsener."
Wochenblatt vom 15.11.06 / Foto:
wm Jean Schlinkman, 2. von links, beim Gegenbesuch der deutschen
Delegation im September (an der Völkening-Farm in Illinois).

Kreta
als Ziel Schaumburger Auswanderer
Nicht die Mittelmeerinsel, sondern neu entdeckte Spuren
in den USA
HOHNHORST (wm). Wer hat hier je von einem Ort namens Crete gehört?
Auf Deutsch heißt das Kreta, aber es ist nicht das griechische
Kreta, sondern eines in den USA. Und was hat es mit Hohnhorst zu
tun? Nun, genau genommen auch mit Ohndorf, Haste, Idensermoor, Kreuzriehe,
Horsten, Beckedorf und anderen Dörfern der Umgebung. Aus allen
diesen Orten stammt die Bevölkerung von Crete, Hohnhorst liegt
einfach nur mittendrin im Herkunftsland.
Die Delegation der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft,
die kürzlich in Schaumburg (Illinois) den Freundschaftsstein
enthüllen half, traute zuerst ihren Augen nicht, fuhr dann
aber kurz entschlossen hin. Da gibt es achtzig Kilometer entfernt
- nicht nordwestlich, sondern südlich von Chicago, auch in
Illinois, aber an der Grenze zu Indiana - eine Stadt von vielleicht
7000 Einwohnern, die genau so Schaumburger Ursprungs ist. Nur dass
hier die Siedler aus unserem Flachland überwogen. Allerdings
stammte der erste, der sich in Crete niederließ, Wilhelm Rinne,
ebenso aus Reinsdorf wie Friedrich Nerge, der Gründer des Ortes
Schaumburg. Der zweite war Johann Meier aus Ohndorf, der sich 1844
auf dem Auswandererschiff in Rinnes Tochter verliebte. Der dritte
war Johann Wilkening aus Groß Hegesdorf. Dann folgten Johann
Diersen aus Feggendorf, Heinrich Tatge aus Algesdorf, Familie Rohe
aus Hohnhorst.
So ging das weiter; an die zweihundert deutsche Familiennamen sind
in der Gegend um Crete nachweisbar. Die folgenden gibt es noch heute:
Biesterfeld (aus Lyhren), Bruns (Haste), Dohmeyer, Seehausen und
Steiber (Hohnhorst), Haemker (Hülshagen), Halfeldt (Vornhagen),
Hartmann und Tegtmeier (Horsten), Diersen und Hohmeyer (Feggendorf),
Koelling (Probsthagen), Meier und Most (Ohndorf), Oldendorf und
Riechers (Idensermoor), Piepenbrink (zwei, aus Beckedorf und Ohndorf);
und die erwähnten Wilkenings und Tatges. Carol Triebold, Heimatforscherin
in Crete, erzählt von ihren Vorfahren, auf Englisch: "Es
waren Wassmanns und Ohlendorfs aus Idensen, Triebolds aus Mesmerode
und Wehlings aus Poggenhagen. Ich kann wohl sagen, dass ich ein
echter Trieb der Schaumburger (bzw. Hannoveraner) bin." Ihr
Großvater Triebold wurde sogar als Blinder Passagier im Kesselraum
versteckt, bis das Schiff auf See war.
Wie
die überraschende neue Verbindung der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen
Gesellschaft nach Crete zustande kam, welchen Eindruck der Besuch
der Stadt auf die Delegation machte und was ihr dort alles erzählt
wurde, darüber ein andermal mehr. Hier nur die merkwürdige
Geschichte, wie der Ort zu seinem Mittelmeernamen kam: Es gab die
Siedlung schon ein paar Jahre vor der Ankunft der Deutschen. Sie
sollte einen endgültigen Namen bekommen, am besten einen biblischen.
Man stach dazu aufs Geratewohl mit dem Messer zwischen die Seiten
einer Bibel und erwartete sicher so etwas wie Betlehem oder Nazaret.
Aber nein, das Messer traf die Apostelgeschichte, Paulus reiste
gerade nach Kreta. Welch Unterschied zu der Nerge-Story, die wir
kennen: "Schaumburg schall et heiten!" Aber vermutlich
war Crete damals mindestens so deutsch wie Schaumburg.
Wochenblatt vom 15.11.06 / Foto: wm - St. Johannes, lutherische Kirche in Crete (von 866); Anklang an Hohnhorst? Carol Triebold erzählt ihre Familiengeschichte. Dr. Stephan Walter mit der Stadtfahne von Crete, einem Geschenk.
Im
zweistündigen Umzug auf Position vier
Gelegenheit für Tausende, das Schaumburger Geschenk
zu bewundern
LANDKREIS (wm). Mit dem Regenschirm fuhr die deutsche Schaumburg-Delegation
an den Start der langen Septemberfestparade, um ihr Geschenk an
Schaumburg-Illinois, den Freundschaftsstein, der Öffentlichkeit
vorzustellen. Aber kaum hatten die siebzig teilnehmenden Gruppen
Aufstellung genommen, da wurden die Schirme zugeklappt, von nun
an schien die Sonne.
Für
große Aufmerksamkeit war gesorgt: Nach den Polizei- und Feuerwehrwagen
an der Spitze des Umzugs, nach den Stadtoberhäuptern und dem
Partnerschaftskomitee rollte als erstes der Lastwagen mit dem Obernkirchener
Sandstein durch die Paradestraße, zu Fuß begleitet von
der deutschen Delegation. Dann kam eine ganze Ecke gar nichts, bis
zum Hauptteil des Umzugs.
Drei Kilometer führt die zentrale Wohnstraße in sanften
Kurven, zwischen grünen Hügeln, Baumgruppen und gepflegten
Teichen hindurch nach dem Festplatz. Die Zuschauer sitzen am Bordstein
auf mitgebrachten Klappsesseln, nur die Kinder stehen, andere Familien
haben sich in den breiten weißen Garagen der Einfamilienhäuser
auf dem Rasenhang ihr Plätzchen eingerichtet. Die Parade hat
etwas Karnevaleskes, auch die deutsche Delegation wirft Süßigkeiten
unters Publikum. Durch das Geheul der sichernden Polizeiwagen hört
man Rufe: "Oh! Schaumburg Germany." Wenn die Niedersachsenfahne
und der Stein vorbeikommen, wird oft Beifall geklatscht. Hier und
da ruft jemand vom Straßenrand Grüße auf Deutsch
herüber.
Der Umzug ist weitreichender zusammengesetzt als bei uns. Neben
den Schulen und Sportvereinen, Kinder- und Tanzgruppen, Tanzschulen,
Clubs und Vereinigungen sieht man Abordnungen aus Firmen, Banken,
Behörden und Verbänden. Oder Kirchengemeinden und deren
vollzählige Jugendgruppen. Oder Parteien und ihre leibhaftigen
Wahlkandidaten (wie denn überhaupt in und an den Seiten der
Parade tüchtig Wahlwerbung betrieben wird). Manche marschieren,
andere benutzen fahrbare Untersätze, teils allegorische Wagen,
Oldtimer fahren mit, Clowns treten auf, die "Söhne Italiens"
und die mexikanische Folklore sind dabei. Weniger Musikkapellen
als bei uns, dafür um so größere. Da präsentiert
sich die größte Highschool, die "Saxons" (Sachsen)
mit einer Band aus 350 Instrumenten! Natürlich auch Militärkapellen,
zum Beispiel die in Schneeweiß gekleidete Band der Navy von
den Großen Seen. Ungewohnt für unsere Augen: die vielen
martialischen Uniformen und die Veteranen in Kampfanzügen.
Der Umzug dauert, unter den strengen Augen der Schaumburg Police
und mit genügend Ordnern, wenigstens zwei Stunden. Währenddessen
hat man den Freundschaftsstein unter einen Pavillon gestellt, vor
das moderne Rathaus, das von flachen, weiträumigen Anlagen
umgeben ist, von Plätzen, Parkzonen, einem See und hügeligem
Grün. Alles supergroß und hervorragend gepflegt. Ringsum
findet das Septemberfest statt. Wer den Stein beim Umzug verpasst
hat, kann ihn hier nicht übersehen. Ein Geheimnis soll noch
verraten werden: Dies ist gar nicht der echte Stein, sondern eine
erstklassige Replik aus Glasfaserschaum. Den richtigen brauchte
man derweil im Kongresszentrum, um ihn auf den Sockel zu mauern.
wm
Wochenblatt vom 20.09.06 / Foto:
wm


Die Rodenberger Landstraße in Amerika
Besichtigung einer Rarität, von der wenige wissen,
dass es sie gibt
RODENBERG. Dass in der Umgebung ein paar Straßen nach Rodenberg
benannt sind, ist kein Wunder; in Bad Nenndorf, Lauenau, Apelern,
Habichhorst und sogar im hannoverschen Stadtteil Oberricklingen.
Gespannt war ich aber doch auf den einen großen "Ausreißer":
in den USA, Schaumburg in Illinois. Ich habe mir die Straße
jetzt ansehen dürfen. Es gibt sie wirklich, sogar als Ausfahrt
einer Schnellstraße vom Flughafen Chicago. Rodenburg Road,
Rodenberger Landstraße.
Man schreibt fälschlich -burg statt -berg, aber das ist normal,
denn beides wird ja im Englischen "-börg" gesprochen.
Hamburg, Augsburg, aber Nürnberg, Bamberg, wer soll das auseinander
halten? Ich fand gleich noch zwei weitere Beispiele dieser Art.
Biesterfield Road heißt die nächste große Ausfahrt.
Natürlich war der Namensgeber ein Biesterfeld, aber Feld heißt
auf Englisch nun mal field. Und eine der großen Durchgangsstraßen
schreibt sich Wise Road (mit "ai" gesprochen), doch da
hat man es gemerkt und ein Korrekturschild angebracht "historisch
Wiese".
So hießen sie nun einmal, die Auswanderer aus unserer Gegend,
die um 1850 dort Land parzellierten und fast alle aus Apelern und
Umgebung stammten. Viele Straßen sind nach ihnen benannt:
Ich fand Bode, Bokelmann, Busse, Hartmann, Hartung, Hattendorf,
Kirchoff, Nerge, Rohlwing, Volkening, Wilkening, Wilke. Oder auch
die Springinsguth Road, die nach der Bahnstation führt wie
die Rodenburg Road nach dem Regionalflugplatz. Es gibt auch eine
Hanover Street, ein Nachbarort heißt Hanover Park, und wie
nennt sich die historische Hauptstraße unserer Siedler? Natürlich
Schaumburg Road.
Interessanterweise trägt aber keine einzige einen Schaumburger
Ortsnamen - mit Ausnahme von Rodenberg. Man hört, einigen Siedlern
sei der Weg nach ihrer angestammten Petrikirche und -schule sehr
weit erschienen (6 Kilometer, das war schon allerlei zu Fuß
oder für Pferdefuhrwerke), deshalb hätten sie im Süden
der Schaumburg-Fläche - die etwa 12 Kilometer im Quadrat misst
- ein eigenes kleines Johanneskirchlein gebaut. Den alten Friedhof
dazu habe ich mir angesehen, an einer Ecke der Rodenberger Landstraße,
die Kirche ist allerdings durch eine neue ersetzt. Nach einer Flurkarte
um 1880 gehörte das Farmgelände dort verschiedenen Meyers
und Hasemanns. Ob die aus Rodenberg kamen?
So aufregend es ist, dass die Straßenbezeichnung existiert
und jeder sie dort ganz selbstverständlich kennt (jeder fährt
Auto, es gibt keine Fußgänger und keine öffentlichen
Verkehrsmittel), so wenig bietet die Straße dem Auge. Eine
breite, mehrspurige Ausfallstraße, sanft abfallend, mit weit
ausladenden flachen Böschungen, alle grün und frisch gemäht.
Keine Wohnbauten, nur ein paar ziegelrote Büroblöcke.
Und eben die Kirche St. Johns mit einem niedrigen Turm und vielen
Nebenbauten, gegenüber davon unter großen Bäumen
der alte Friedhof mit den deutschen Inschriften. Ich habe aber keine
Namen gefunden, zu denen ich irgendeine historische Beziehung herstellen
konnte, auch jede Nennung von Heimatorten fehlt (während bei
St. Peter viele Grabsteine auf Geburtsorte wie Apelern, Lyhren,
Groß Hegesdorf, Reinsdorf und andere hinweisen). Das war mein
Besuch in der Rodenberg/-burg Road. Ob man mit mehr Zeit nicht doch
noch etwas entdecken könnte?
Walter Münstermann
Wochenblatt vom 16.09.06 / Foto:
wm
Viele
Menschen werden den Stein sehen
In Schaumburg, Illinois, zeugt das Nesselblatt von Gemeinsamkeit
LANDKREIS (wm). Der Stein der Freundschaft ist enthüllt. Er
hat einen beneidenswerten Platz gefunden: in einem nagelneuen weiß-marmornen
Kongresszentrum, gleich in der riesigen Eingangshalle, mit der die
Fest- und Konferenzsäle - bis zur unglaublichen Größe
von Flugzeughangars - verbunden sind. Nebenan erhebt sich, fünfzehn
Stockwerke hoch, das zugehörige Hotel "Schaumburg Renaissance"
mit 900 Betten. Dass es am Ort schon 6000 Betten gab und weitere
8000 am nahe gelegenen Flughafen Chicago zur Verfügung stehen,
hat die Stadtväter nicht davon abgehalten, in diesen Komplex
380 Millionen Dollar zu investieren.
Schaumburg Illinois boomt. Dabei ist es noch nicht lange her, seit
dies eine ländliche Gemeinde von zweitausend Einwohnern war.
Man feiert gerade "50 Jahre Selbstverwaltung" - so etwas
wie Stadtrechte oder städtische Unabhängigkeit (kleine
Gemeinden werden von Kreis verwaltet). Diese 50-Jahrfeier war denn
auch der passende Anlass für die Übergabe des 1,8 Tonnen
schweren Monuments aus Obernkirchener Sandstein. Neben unserem Nesselblatt
und dem S-förmigen Wappen des amerikanischen Schaumburg prangen
da die eingemeißelten Lettern: COMMON HERITAGE, COMMON FUTURE
(gemeinsames Erbe, gemeinsame Zukunft). Ein Metallschild auf dem
Sockel verkündet, dass die Menschen aus dem deutschen Schaumburg
diesen Stein der Freundschaft dem "Village of Schaumburg"
zum 50-jährigen Jubiläum geschenkt haben. Das werden nun
viele tausend Kongressbesucher lesen und sich Gedanken machen über
den ungewöhnlichen Zusammenhalt zwischen Land der Herkunft
und Nachkommen in der neuen Heimat.
Wochenblatt vom 13.09.06 / Foto:
wm


Große Aufmerksamkeit für
den Freundschaftsstein bei seiner Enthüllung im Convention
Center der Partnerstadt Schaumburg
Immer engere Kontakte zwischen dem Landkreis und einer Stadt,
die ihr 50-jähriges Jubiläum feiert
LANDKREIS (wm). "Ich will es wiederholen: Schaumburg war in
unserem Kreis namens Cook County schon vor hundert Jahren eine Modellgemeinde,"
sagte Bürgermeister Al Larson zur Enthüllung des Freundschaftssteins,
"immer den besten Mais, immer die beste Ernte, und nicht mal
ein Gefängnis brauchte man." Mit ihm waren die sieben
Stadtverordneten gekommen, dazu das Partnerschaftskomitee (das auch
eine Verbindung nach Japan pflegt) und viele geladene Gäste.
Unser Schaumburg wurde vertreten durch Dr. Stephan Walter, 1. Vorsitzender,
Jürgen Watermann, 1. stellvertretender Vorsitzender, und Klaus-Dieter
Budde, Beisitzer im Vorstand der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen
Gesellschaft. Hinzugesellt hatten sich mitreisende Mitglieder und
Freunde der Gesellschaft.
Der Bürgermeister der Partnerstadt griff noch weitere Einzelheiten
aus der Geschichte der deutschen Einwanderer heraus, selbstverständlich
auch, wie sich Fritz Nerge mit der Namensgebung durchsetzte: "Schaumburg
schall et heiten". Al Larson sagte das auf Englisch so: "Schaumburg
it shall be - and Schaumburg it is!"
Die Komiteevorsitzende Jean Tucknott hatte schon in der Begrüßung
darauf hingewiesen, dass das steinerne Geschenk zwei Erinnerungdaten
ehrt: 50 Jahre Stadtrechte und 20 Jahre Wirken der Schaumburger
Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft.
Dr. Stephan Walter erläuterte den Text auf dem Geschenk. Der
Stein solle ein Beweis für die Freundschaft sein, auf der Grundlage
gemeinsamen Erbes und gemeinsamer Zukunft. "Er kommt nicht
nur aus dem Steinbruch mitten im Schaumburger Land, sondern auch
mitten aus unserem Herzen." Dr. Walter erinnerte an die Verabschiedungen
des Monuments, auf dem Pferdefuhrwerk, durch Hunderte von Menschen
an der "Süßen Mutter" und in Rinteln. Von dort
sei es früher über die Weser weitergegangen. Da mühte
man sich um Handel. Mit einem Blick auf den bevorstehenden 11. September
und das gemeinsame Ideal der Freiheit betonte Dr. Walter: "Handel
braucht Frieden." Er sei stolz, den Stein nun zum 50. Jubiläum
des "Village" und im 230. Jahr der amerikanischen Unabhängigkeit
übergeben zu können. Mit ihm freuten sich Klaus-Dieter
Budde über den schadensfrei durchgeführten Transport des
schweren Brockens, für den er gesorgt hatte, und Jürgen
Watermann über die abgeschlossene Finanzierung des ungewöhnlichen
Vorhabens.
Der Bürgermeister von Schaumburg-Illinois gedachte noch besonders
der Partnerschaftsanfänge (namentliche Erwähnung: Ernst-August
Kranz) und rief aus: "Nun wollen wir unser Band der Freundschaft
aufs Neue schließen!"
Der von seiner Hülle befreite Stein wurde eingehend besichtigt
und bot sich für viele Erinnerungsfotos an. Bei 80.000 Einwohnern
war der Kreis der Eingeladenen natürlich zu klein, als dass
man den Stein damit hätte bekannt machen können. Deshalb
hatte man ihn einige Tage vorher in einem festlichen Umzug mitgeführt.
Wir werden darüber noch berichten; das Schaumburger Wochenblatt
war dabei.
Wochenblatt vom 13.09.06 / Foto:
wm

"Brücken
bauen zwischen Menschen"
Tausend hiesige Schaumburger waren schon drüben in
Illinois
LANDKREIS (wm). Für alle, die zur Enthüllung des Freundschaftssteins
eingeladen waren, gab die Stadt Schaumburg-Illinois hinterher einen
Cocktail-Empfang. Das Besondere daran: Auf einem großen Bildschirm
an der Stirnwand des eleganten Saals erschienen die Fotos von der
Verabschiedung des Geschenks aus Deutschland, die Bildreportage
einer Tageszeitung über die Ereignisse an der "Süßen
Mutter". Die Idee fand freudige Zustimmung.
Anschließend lud der Bürgermeister den inneren Kreis
aus Stadtverordneten, Komiteemitgliedern und Gästen aus Deutschland
- insgesamt dreißig Personen - zu einem festlichen Abendessen
ein. Viele kannten sich von gegenseitigen Besuchen, tauschten Erinnerungen
aus und plauderten über neue Reisen. Man vertiefte die Gedanken
über Partnerschaftsvorhaben. Nun war auch die Gelegenheit für
launige Worte gekommen.
Dr. Stephan Walter bedankte sich herzlich für die Gastfreundschaft
und das eindrucksvolle Kennenlernen des mächtigen Kongress-/Hotelkomplexes.
Darin sah er tausend Jahre nach dem Bau unserer Schaumburg so etwas
wie den Bau "Ihrer Schaumburg". Passenderweise überreichte
er dem Bürgermeister Al Larson dazu ein Bild der alten Schaumburg.
Ebenso passend war der Bezug zum Hotelnamen "Renaissance":
ein Bild des Stadthäger Rathauses, gebaut in der Renaissance-Zeit.
Beides Aquarelle von Gundula Soergel. Und dann durften die amerikanischen
Freunde sogar noch den Geschmack des Schaumburger Landes kennenlernen:
den Grünen! Ein wenig scharf schien der Landwein denn doch.
"Diesen Trunk werde ich nicht vergessen," rief der Bürgermeister.
Bei gegenseitigen Geschenken, kleinen Auszeichnungen und guten Sprüchen
ging die Zeit schnell hin. Der herzliche Abschied galt nur beschränkt:
Manche Teilnehmer sahen sich schon am nächsten Morgen wieder,
denn die Besprechungen über neue Taten, besonders das kommende
Austauschprogramm, liefen weiter. Foto: wm
Interessierte Blicke verfolgen die Bilder von der "Süßen
Mutter".
Aquarell, Abbildung unserer Schaumburg, für den Bürgermeister.
Auch hier gilt: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.
Wochenblatt vom 13.09.06 / Foto:
wm

Reisen
Auf den Spuren der Auswanderer
SDAG unternahm Reise zum Deuschen Auswanderhaus in Bremerhaven
Landkreis (sw.). Wolfgang Paul wollte es wissen: Wo ist sein Ur-Ur-Großvater
geblieben, nachdem der seine Ur-Ur-Großmutter mit einem kleinen
Kind 1853 im Schaumburgischen zurückgelassen und sich auf den
Weg nach Amerika gemacht hatte? Eine Fahrt der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen
Gesellschaft (SDAG) in das im August eröffnete Auswandererhaus
in Bremerhaven sollte Aufschluss über das Schicksal des treulosen
Vorfahren bringen. >>>
mehr
Chicago und Höhepunkte Floridas
Informations- und Erlebnisreise USA 5. - 25. Mai 2005 der
Schaumburger-Deutsch-Amerikanische Gesellschaft e.V. (SDAG) und
der Schaumburger Zeitung
Die erste Station der 22 köpfigen Reisegruppe war die Partnerstadt
Schaumburg/Illnois. Nach einem herzlichen Willkommen im Rathaus
der Stadt lud die Schaumburg Sister Cities Commission (SSCC) alle
Teilnehmer zu einer informativen Stadtrundfahrt ein. >>>
mehr
Austauschmaßnahmen
| 2005 |
|
|
| 5. - 20.05. |
Deutschland - USA |
Touristenreise: Schaumburg/Ill. - Chicago - und
Höhepunkte |
| 11. - 19. 06 |
USA Deutschland |
Austauschmaßnahme Lehrkräfte |
| |
|
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| 2004 |
|
|
| 02. - 09. 05. |
USA - Deutschland |
Austausch Krankenpflege - Pflegekräfteaustausch
(letzter Austausch 1997) |
| Mai |
Deutschland - USA |
Schaumburger Polizisten zu Besuch in
Schaumburg, Illinois >>mehr |
| Juni |
USA - Deutschland |
Gegenbesuch der amerikanischen Jugendfußballer
im |
| Oktober |
Deutschland - USA |
Austauschmaßnahme Lehrkräfte >>mehr |
| |
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| 2003 |
|
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| 04. -11.04 |
Deutschland - USA |
Besuch einer Wirtschaftsdelegation. Vertreter
aus Politik und Wirtschaft zu Besuch in der Partnerstadt Schaumburg/Ill.
LR Schöttelndreier nutzte die Gelegenheit zur Präsentation
des Landkreises vor 200 Firmenvertretern in Chicago >>mehr |
| 07. - 23.04 |
Deutschland - USA |
Informations- und Erlebnisreise in Zusammenarbeit
mit Volkshochschule Stadthagen "USA - Der goldene Westen"
(53 Reiseteilnehmer) |
| 10. - 22.10 |
Deutschland - USA |
Jugendfußballeraustausch (Unterstützung
durch Nds. Fußballverband und DFB) >>mehr |
| |
Deutschland - USA |
Schüleraustausch /Besuch der Partnerstadt.
Im Anschluß an den Schüleraustausch mit der High-School
in Iowa Besuch der Partnerstadt Schaumburg/Illinois.TN: Wilhelm
Busch Gymnasium, Stadthagen und Adolfinum, Bückeburg, Begleiter:
Lehrerehepaar Bruns. Zukünftige Austauschmaßnahmen
gestalten sich z.Zt. schwierig, da die Schaumburg High-School
Austauschmaßnahmen mit Großstädten wie München
bzw. Berlin plant. |
| 13. - 23.10. |
Deutschland - USA |
Pflegekräfteaustausch >>mehr |
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Presse
Erlebnisreiche Woche in Schaumburg - Lehrergruppe
aus unserer Partnerstadt in Illinois hier zu Besuch
Wochenblatt, 04.07.07
Jahreshauptversammlung, am 6. März 2007
im "Haus des Gastes" in Bad Eilsen
Flaggen für Amerika-Besuch
Wochenblatt, 13.12.06
Ein Empfang wie unter alten Freunden
Wochenblatt, 29.11.06
Zwei Schaumburgs halten engen Kontakt
"Deister Aktuell" , 22.11.06
Romantisches Land und freundliche Leute
Wochenblatt, 15.11.06
Kreta als Ziel Schaumburger Auswanderer
Wochenblatt, 15.11.06
Im zweistündigen Umzug
auf Position vier
Wochenblatt, 20.09.06
Die Rodenberger Landstraße in Amerika
Wochenblatt, 16.09.06
Viele Menschen werden den Stein sehen
Wochenblatt, 13.09.06
Große Aufmerksamkeit für den Freundschaftsstein
Wochenblatt, 13.09.06
"Brücken bauen zwischen Menschen"
Wochenblatt, 13.09.06
Reisen
Auf den Spuren der Auswanderer
Chicago und Höhepunkte Floridas
Austauschmaßnahmen 2003
- 2005
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