Schaumburger Deutsch-Amerikanische Gesellschaft e.V.
 
   Wir bauen Brücken von Kontinent zu Kontinent, von Mensch zu Mensch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
   


   
   

Presse

Erlebnisreiche Woche in Schaumburg - Lehrergruppe aus unserer Partnerstadt in Illinois hier zu Besuch

Am Schloss Bückeburg; v.li. William u. Sandi Dumich, Martin Borowski, Elizabeth u. Gail Halman, Anne Coert.Zum dritten Mal in acht Jahren kam eine Gruppe von Lehrern aus Schaumburg (Illinois) ins hiesige Schaumburg zu Besuch. Für eine Woche. Anschließend fuhren sie mit der Bahn nach München, Salzburg, Wien und Prag, nun sind sie schon wieder zu Haus. Neben den interessanten Zielen in unserem Landkreis und seiner Umgebung nutzten sie ihren Aufenthalt zum Abstecher nach Berlin.
Was haben sie hier bei uns gesehen? Selbstverständlich fing es bei Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier an; er begrüßt die Gäste der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft immer persönlich am ersten Tag; bei ihm erhalten sie umfangreiche Informationen über unsere Gegend. Ganz auf diese Besuchergruppe stellte sich Frau Bredthauer vom Schulamt ein, als sie einen Überblick über das deutsche Schulsystem vermittelte. Als erstes sahen die Lehrer dann Bückeburg (Stadtrundgang, Heimatmuseum, Schlossführung). Für die Fahrten hatte die Stadt Rinteln freundlicherweise einen Kleinbus zur Verfügung gestellt.
Ein wesentliches Erlebnis für die Gäste war der Besuch schulischer Einrichtungen, die es in dieser Form in den USA nicht gibt. Die BBS Burgfeldsweide stellte sich vor, im Rintelner Gymnasium nahmen die Gäste am Unterricht teil. Die Lebenshilfe in der Waldkaterallee stand auf dem Programm. Natürlich auch das Kennenlernen der Rintelner Innenstadt, der Schaumburg, der Paschenburg und der Schillathöhle. Hameln und Stadthagen mit ihren Sehenswürdigkeiten wurden besichtigt, eine Rundfahrt durch Schaumburg führte ans Steinhuder Meer und zum Mittagessen in den "Felsenkeller".
Das alles wäre zu gedrängt gewesen, hätte nicht auch ein freier Tag mit den Gastfamilien zur Verfügung gestanden; ein Farewell Dinner lud die Besucher aus der Partnerstadt in die Pizzeria Italia am Alten Anleger in Rinteln.
Ja, und dann war da noch ein Serie anderer Höhepunkte eingeschoben: Die Fahrt mit dem ICE nach Berlin, allein schon ein ungewohntes Reiseerlebnis für Gäste aus Amerika. Eine Berliner Stadtrundfahrt. Die Besichtigung des Reichstags unter spezieller Führung. Und anschließend ein Zusammentreffen mit dem Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy, gemeinsames Kaffeetrinken mit ihm am Potsdamer Platz.
Die Lehrer aus Illinois schieden von hier mit einer Fülle von Eindrücken, die erst verarbeitet werden wollen. Nicht anders, als es den Besuchern aus unserem Landkreis geht, die das dortige Schaumburg sehen und erleben dürfen. Eine wesentliche beiderseitige Erfahrung ist stets die Gastfreundschaft. Die Schaumburger Deutsch-Amerikanische Gesellschaft ist deshalb froh und dankbar, dass sie stets fürsorgliche Gastfamilien findet, wenn Besucher zu uns kommen. Interessante neue Einblicke gewinnen die Gäste bei der BBS Rinteln.

Wochenblatt 04.07.07 / Foto: privat / Text: Walter Münstermann

Jahreshauptversammlung, am 6. März 2007 im "Haus des Gastes" in Bad Eilsen

v. li. nach re. Budde, Dr. Crombach, Coert, Mevert, WatermannJahreshauptversammlung, am 6. März 2007 im „Haus des Gastes“ in Bad Eilsen.
Zu Beginn der Versammlung bat der Vorsitzende Dr. Walter die Anwesenden, sich zum Gedenken der im Jahr 2006 verstorbenen Janet Niemann zu erheben. Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Schaumburg Sister Cities Commission (SSCC) des Village of Schaumburg Illinois, USA.
Rückblickend berichtete er dann über Ereignisse des Jahres 2006. Im Juni begrüßte die SDAG eine Businessdelegation aus Schaumburg, USA. Das herausragende Ereignis des Jahres 2006 war die Übergabe des „Steines der Freundschaft“. Der Stein wurde im Mai 2006 im Rahmen einer Veranstaltung auf die Reise gebracht. Die 50-Jahrfeier der Verwaltungsgemeinde - Village of Schaumburg - im September war der passende Anlass für die Übergabe des 1,8 Tonnen schweren Monuments aus Obernkirchener Sandstein.
Neben den Wappen der beiden Schaumburgs ist der Leitspruch „COMMON HERITAGE, COMMON FUTURE“ - (gemeinsames Herkunft, gemeinsame Zukunft) – eigemeißelt.
Beim zweistündigen Umzug auf Position vier bei der Septemberfestparade 2006 in Schaumburg/Ill. hatten Tausende Gelegenheit, das Schaumburger Geschenk zu bewundern. Eine Delegation der SDAG und Mitglieder der SCC begleiteten den Festwagen.
Anschließend wurde der Gedenkstein an seinem endgültigen Standort im neuen Convention Center der Stadt Schaumburg/Ill. im Rahmen eines Festaktes enthüllt.
„Interessant ist jedoch der Blick in die Zukunft“ - und die sieht Dr. Walter auch in Crete (Illinois), einer 8000 Seelen zählenden Gemeinde im Süden Chicagos, die im 19. Jahrhundert gleichfalls von Auswanderern aus dem Schaumburger Land gegründet wurde: "Crete ist kein Ersatz für Schaumburg, aber eine sinnvolle Ergänzung unserer Beziehungen und insofern ein neuer Meilenstein für die SDAG." Im Oktober 2007 wird bereits eine Gruppe Schüler zunächst nach Iowa City und anschließend nach Crete reisen.
Mit der Partnerstadt Schaumburg sind bereits weitere Austauschmaßnahmen mit Polizei und Feuerwehr, Lehrern und Pflegekräfte in Vorbereitung.
Ein weiteres Zukunftsprojekt ist das Aufstellen einer Skulptur, zur Erinnerung an die Auswanderer.
Schatzmeister Wilhelm Mevert erläutert den Kassenbestand, der vor allem durch die Kosten für den 1,8 Tonnen wiegenden "Stein der Freundschaft" nach Schaumburg/Illinois deutlich geschrumpft ist. Ein Erhöhung der Beiträge ist jedoch nicht erforderlich.
Bei der anschließend turnusmäßigen Wahl des Vorstandes und der Beisitzer wurden jeweils einstimmige Ergebnis erzielt. Da Dr. Walter bereits zu Beginn der Sitzung mitgeteilt hatte, nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden zu kandidieren, schlug er Dr. Egon Crombach als Nachfolger vor.

Geschäftsführender Vorstand: Vorsitzender Dr. Egon Crombach, Jürgen Watermann bleibt sein 1. Stellvertreter; neuer 2. stellvertretender Vorsitzender Klaus Dieter Budde; Schatzmeister Wilhelm Mevert und Schriftführerin Anne Coert wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Beisitzer: Astrid Teigeler-Tegtmeier, Martin Borowski, Edgar Bruns, Ernst Führing, Friedhelm Hamann, Sandra Kühnast, H.G. Schöttelndreier, Heinrich Wallenstein.

Deutsch-Amerikanisches Treffen zum AdventFlaggen für Amerika-Besuch
Auch praktische Ergebnisse aus jeder Begegnung
APELERN (wm). Bei Dr. Stephan Walter, dem 1. Vorsitzenden der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft, traf Mary Nagy aus Schaumburg-Illinois zu einem Kurzbesuch ein. Sie kam eigens herüber, um deutsche Weihnachtsmärkte zu erleben; das hatte sie sich seit Jahren vorgenommen. Sie gehört zum dortigen Partnerschaftskomitee. Da sie auch langjährige diplomierte Krankenschwester ist, konnte sie gleich zwei Schaumburger Studenten die nötige Hilfe anbieten, die drüben ihre medizinische Ausbildung vervollständigen möchten.
Unser Bild zeigt Jan Martin Sohns aus Stadthagen, Schwerpunkt Innere Medizin, und Jacqueline Gümmer aus Nordsehl, Wunschbereich Chirurgie, zusammen mit Mary Nagy (Mitte) und Dr. Stephan Walter (dahinter). Für eine Wirkungsstätte und für eine Unterkunft bei Gastgebern wird gesorgt sein, wenn die beiden künftig zu verschiedenen Zeiten und mit unterschiedlicher Dauer nach dem "anderen Schaumburg" reisen.

Wochenblatt vom 13.12.06 / Foto und Text: Walter Münstermann

Ein Empfang wie unter alten Freunden
Nach 150 Jahren erster Besuch bei den Nachkommen der Auswanderer

HOHNHORST. Wir haben berichtet, dass eine Delegation nach Crete gefahren ist, dem Städtchen "Kreta" in Illinois (USA), dessen Einwohner großenteils von Auswanderern aus dem Schaumburger Land südlich des Steinhuder Meers abstammen. Unser Berichterstatter war dabei. Er erzählt:
"Auf einem Netz von breiten Autobahnen durchqueren wir die endlosen Industrievororte von Chicago, um von der Stadt Schaumburg im Nordwesten nach Crete im Südosten der Metropole zu gelangen. Das kostet uns im Vormittagsverkehr fast zwei Stunden, natürlich auch, weil wir uns mal verfahren. Jedenfalls Zeit genug für Dr. Stephan Walter, uns das Zustandekommen des Kontakts zu erklären. Wer hätte wohl je von Crete erfahren? Da flatterte dem 1. Vorsitzenden der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft die englischsprachige Schrift "Landsmann" auf den Tisch, herausgegeben von einem Howard Piepenbrink in Virginia. Sein Vorfahr Johann kam mit 300 Dollar in der Hand aus Ohndorf; die heutige Publikation will bei der Erforschung der Ahnentafeln und der Geschichte von deutschen Siedlern bei Chicago helfen. Im Nu war die Verbindung hergestellt, und zwar zu seinem Vetter Tim Piepenbrink in Crete.
Natürlich werden wir schon erwartet. Und wie! Ein großes Empfangskomitee hat getreulich im Ratssaal ausgeharrt, bis wir verspätet eintreffen. ´Durch Zeit und Entfernung getrennt, doch nicht im Geist´ überschreibt Tim Piepenbrink das historische Treffen. Besuchermappen mit Literatur sind vorbereitet, Heimatforscherin Carol Triebold hält uns einen interessanten Vortrag über die deutschen Einwanderer und die Geschichte von Crete. Es berührt einen doch, wenn man da mitten in Nordamerika solche Daten hört: Wilhelm Rinne, geb. 19. 2. 1797 in Reinsdorf, Hof Nr. 2, war der erste Deutsche, der hier auf der Prärie erschien. Crete wurde 1836 gegründet. Gegenüber zeigt man die einst stolze zweistöckige Villa, die Rinnes Nachfahren vierzig Jahre später gebaut haben.
Die Gastgeber haben Geschenke vorbereitet, Stadtfahne und Bücher. Dr. Stephan Walter bedankt sich mit Gegengaben und der Feststellung: Unsere Geschichte ist auch eure Geschichte. Er erzählt, was man hier bei uns über die Auswanderer und ihre Motive weiß. Natürlich wären nun Gegenbesuche in Deutschland die Krönung des neuen Kontakts, die Einladung dazu ergeht.
Beim gemeinsamen Lunch hören wir fesselnde Geschichten: Was von der endlosen Seereise überliefert ist, wie manche Auswanderer erst in New York hängen blieben, um ein paar Dollar für die Weiterreise zu verdienen. Wie es über die Großen Seen nach Chicago weiterging. Einer hatte 2000 Dollar Erbteil mitgebracht, andere mussten im Gelobten Land erst beim Kanalbau arbeiten. Die Siedler behalfen sich auf ihren Großparzellen fünf Jahre lang mit notdürftigen Erdbehausungen, bis sie ihr Wohnhaus bauen konnten. Nicht alle wollten Farmer sein und bleiben. Wilhelm Rinne wurde Ziegeleibesitzer, der Sohn von Johann Diersen aus Feggendorf hatte das größte Eisenwarengeschäft, eine Familie Hartmann aus Horsten stellte Postmeister und Hotelier. Für alle zusammen galt: Sie mussten hart ran, brachten es aber auch zu etwas. 700 Morgen Land und 100 Kühe, erzählt einer am Tisch von seiner Familie.
Kein Wunder, dass an den älteren Backsteingebäuden längs der Hauptstraße (die später zur Fernstraße 1 von Chicago nach Florida wurde) Namen wie Seggebruch und Seehausen eingemeißelt sind. Mit den historischen Häusern hat man übrigens dieselbe Not wie bei uns, sie müssen renoviert und zeitgemäß nutzbar gemacht werden. Wir staunen über die schneeweiße Holzkirche von 1866, deren Turm ein wenig an Hohnhorst erinnert, und blättern in den frühen deutschen Kirchenbüchern. Alte Gräber mit vertrauten Namen sind intakt erhalten. Man zeigt uns auch Hochmodernes: wundervolle Wohnviertel, eine gewaltige Pferderennbahn und schließlich die Lutheran High School. Bei deren Besichtigung verfolgt unsere Delegation gleich den Wunsch, einen Schüleraustausch zuwege zu bringen. Die Zeichen dafür stehen nicht schlecht.
Ein Abendessen im lutherischen Gemeindehaus beendet das reiche Programm dieses Tages. Das Tischgebet können sie noch auf Deutsch, auch wenn nicht alle den Sinn jedes Wortes erfassen. Herzlicher Abschied, wir kommen wieder! Ins Auto, zurück nach Schaumburg-Illinois, Autobahnausfahrt 290, Biesterfield Road. Alles schon beinahe vertraut!

Wochenblatt vom 29.11.06 / Foto und Text: Walter Münstermann

Zwei Schaumburgs halten engen Kontakt
Beispielhafte Patenschaft / Weltweite Verbindungslinie mit Barsinghausen
BARSINGHAUSEN (wm). Unser Nachbarkreis Schaumburg pflegt, das ist hier wenig bekannt, die Patenschaft zu einer gleichnamigen Stadt im amerikanischen Bundesstaat Illinois. Das dortige Schaumburg wurde um 1850 von Auswanderern gegründet, die meist aus Apelern und Umgebung kamen. Noch heute heißen Hauptstraßen nach den Siedlerfamilien von damals oder schlicht "Schaumburg Road". Eine ist sogar nach Rodenberg benannt.
Vor wenigen Wochen war eine Delegation der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft drüben bei ihrem Schwesterkomitee, um einen Freundschaftsstein zu enthüllen. Einen Obernkirchener Sandstein aus dem Bückeberg als Geschenk zum 50-jährigen Stadtjubiläum. Aus der Farmlandsiedlung ist nämlich inzwischen ein eleganter Vorort von Chicago geworden, kaum zwanzig Kilometer vom Flughafen O´Hare entfernt, mit 80.000 Einwohnern und weltweit operierenden Unternehmen. Das größte davon, Motorola, kennt man auch bei uns.
Ein bisschen vom Zufall unterstützt, fand sich sogar eine moderne Verbindung nach Barsinghausen. In Schaumburg, Illinois, befindet sich nämlich das Hauptquartier der in 60 Ländern der Erde tätigen "La Leche League (LLLI)", einer gemeinnützigen Fachorganisation zur Ermunterung, Information und Unterstützung stillender Mütter. Sie berät auch die Weltgesundheitsbehörde. Diese Liga, bei der man ebenfalls gerade 50. Geburtstag feiert, hat in Barsinghausen-Kirchdorf einen Beratungsstützpunkt.
Zurück zur Patenschaft der beiden Schaumburgs. Sie existiert schon über zwanzig Jahre. Man besucht sich nicht nur gegenseitig - schon über tausend Schaumburger von hier sind dort drüben gewesen, einschließlich der Fürsten zu Schaumburg-Lippe und der Spitzenpolitiker - , sondern unterhält auch einen regen Austausch: Schüler, Lehrer, Sportler, Polizisten, Feuerwehrleute, Bank- und Verwaltungsangestellte, Trachtengruppen, Chöre und Musikkapellen. Die Gäste aus den USA suchen hier nach der Herkunft ihrer Familien, entziffern die Inschriften über den Hoftoren oder forschen in alten Unterlagen. Für deutsche Besucher ist es aufregend, drüben über den Friedhof der ersten Siedler zu streifen und an den Grabsteinen nachzulesen, dass sie aus Apelern, Reinsdorf oder Algesdorf eingewandert waren. "Hessen Schaumburg" steht oft dabei, denn der an den Deister grenzende Teil Schaumburgs gehörte interessanterweise zu Hessen-Kassel. Und von dort gab es eine besonders starke Auswanderung.
Diese Patenschaft gilt denn auch als die engste aller mit den USA bestehenden. Und vermutlich wird sie noch wachsen: Erst kürzlich entstand der Kontakt zu einem weiteren örtlichen Kern von Illinois-Siedlern. Deren Vorväter kamen aus dem Schaumburger-Wunstorfer Flachland, zwischen Bad Nenndorf und dem Steinhuder Meer.

"Deister Aktuell" | Foto: wm - Frohe Begegnung in Illinois; Schaumburger von hüben und drüben.

Romantisches Land und freundliche Leute
Rückspiegelung: Wie eine Besucherin aus USA unser Schaumburg erlebt hat
LANDKREIS (wm). Begleitet von einem Bild der Bückeburger Stadtkirche steht in den "Community News", Stadtnachrichtenblatt der Partnerstadt Schaumburg, Illinois, ein Reisebericht über unser Schaumburger Land. Jean Schlinkman, die im Juni mit einer Gruppe hier war, schildert ihre Eindrücke. Interessant zu lesen, wie die Freunde von drüben uns sehen. Nachdem die Besucherin die großartige und aufmerksame Gastfreundschaft der Austauschfamilien gelobt hat, bei denen die Gruppe untergebracht war, schreibt sie:
"Eine Reise in zurückliegende Zeiten. Jede Stadt hat Straßen mit Kopfsteinpflaster und weist Gebäude auf, die wir nur als historische Wahrzeichen ansehen würden, die aber nach wie vor als Geschäfts- und Wohnhäuser in Gebrauch sind. Eine reiche grüne Hügellandschaft mit Tupfen aus Jahrhunderte alten, rot eingedeckten Bauernhäusern und Gruppen von High-Tec-Windmühlen. Das Ensemble wirkt friedlich und romantisch. - Die Menschen sind sehr freundlich und haben gottseidank nichts dagegen, ihr Schulenglisch anzuwenden; in der Mehrzahl der Fälle ist die Verständigung leicht. Unsere Gastgeber hielten uns mit Ausflügen und Mittagessen stets im Gang. Wir genossen die Schaumburg und Schloss Bückeburg, besuchten eine Reitschule und einen Empfang beim Bürgermeister im Rintelner Rathaus, trafen uns mit Kultur- und Tourismusfachleuten, sahen den Landtag in Hannover, Checkpoint Charlie, Mauer und Brandenburger Tor in Berlin sowie Hameln (berühmt durch den Rattenfänger), aßen mit dem Fürsten zu Mittag und erlebten die Autobahn bei 210 km/h. Auch die Autostadt Wolfsburg..."
Jean Schlinkman schließt mit den Worten: "Die Geschichte des deutschen Schaumburg ist voller vertrauter Namen, von Napoleon bis Rodenberg. Da fanden wir in einem nahegelegenen Dorf sogar die Geburtseintragung meines Urgroßvaters von 1862. Wenn Sie (die Leser) eine Europareise mit Charme, Historie und menschlicher Wärme unternehmen wollen, empfehle ich Ihnen Norddeutschland. Nebenbei braut man dort auch ein wohlschmeckendes Schaumburger Pilsener."

Wochenblatt vom 15.11.06 / Foto: wm Jean Schlinkman, 2. von links, beim Gegenbesuch der deutschen Delegation im September (an der Völkening-Farm in Illinois).

Kreta als Ziel Schaumburger Auswanderer
Nicht die Mittelmeerinsel, sondern neu entdeckte Spuren in den USA
HOHNHORST (wm). Wer hat hier je von einem Ort namens Crete gehört? Auf Deutsch heißt das Kreta, aber es ist nicht das griechische Kreta, sondern eines in den USA. Und was hat es mit Hohnhorst zu tun? Nun, genau genommen auch mit Ohndorf, Haste, Idensermoor, Kreuzriehe, Horsten, Beckedorf und anderen Dörfern der Umgebung. Aus allen diesen Orten stammt die Bevölkerung von Crete, Hohnhorst liegt einfach nur mittendrin im Herkunftsland.
Die Delegation der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft, die kürzlich in Schaumburg (Illinois) den Freundschaftsstein enthüllen half, traute zuerst ihren Augen nicht, fuhr dann aber kurz entschlossen hin. Da gibt es achtzig Kilometer entfernt - nicht nordwestlich, sondern südlich von Chicago, auch in Illinois, aber an der Grenze zu Indiana - eine Stadt von vielleicht 7000 Einwohnern, die genau so Schaumburger Ursprungs ist. Nur dass hier die Siedler aus unserem Flachland überwogen. Allerdings stammte der erste, der sich in Crete niederließ, Wilhelm Rinne, ebenso aus Reinsdorf wie Friedrich Nerge, der Gründer des Ortes Schaumburg. Der zweite war Johann Meier aus Ohndorf, der sich 1844 auf dem Auswandererschiff in Rinnes Tochter verliebte. Der dritte war Johann Wilkening aus Groß Hegesdorf. Dann folgten Johann Diersen aus Feggendorf, Heinrich Tatge aus Algesdorf, Familie Rohe aus Hohnhorst.
So ging das weiter; an die zweihundert deutsche Familiennamen sind in der Gegend um Crete nachweisbar. Die folgenden gibt es noch heute: Biesterfeld (aus Lyhren), Bruns (Haste), Dohmeyer, Seehausen und Steiber (Hohnhorst), Haemker (Hülshagen), Halfeldt (Vornhagen), Hartmann und Tegtmeier (Horsten), Diersen und Hohmeyer (Feggendorf), Koelling (Probsthagen), Meier und Most (Ohndorf), Oldendorf und Riechers (Idensermoor), Piepenbrink (zwei, aus Beckedorf und Ohndorf); und die erwähnten Wilkenings und Tatges. Carol Triebold, Heimatforscherin in Crete, erzählt von ihren Vorfahren, auf Englisch: "Es waren Wassmanns und Ohlendorfs aus Idensen, Triebolds aus Mesmerode und Wehlings aus Poggenhagen. Ich kann wohl sagen, dass ich ein echter Trieb der Schaumburger (bzw. Hannoveraner) bin." Ihr Großvater Triebold wurde sogar als Blinder Passagier im Kesselraum versteckt, bis das Schiff auf See war.
Wie die überraschende neue Verbindung der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft nach Crete zustande kam, welchen Eindruck der Besuch der Stadt auf die Delegation machte und was ihr dort alles erzählt wurde, darüber ein andermal mehr. Hier nur die merkwürdige Geschichte, wie der Ort zu seinem Mittelmeernamen kam: Es gab die Siedlung schon ein paar Jahre vor der Ankunft der Deutschen. Sie sollte einen endgültigen Namen bekommen, am besten einen biblischen. Man stach dazu aufs Geratewohl mit dem Messer zwischen die Seiten einer Bibel und erwartete sicher so etwas wie Betlehem oder Nazaret. Aber nein, das Messer traf die Apostelgeschichte, Paulus reiste gerade nach Kreta. Welch Unterschied zu der Nerge-Story, die wir kennen: "Schaumburg schall et heiten!" Aber vermutlich war Crete damals mindestens so deutsch wie Schaumburg.

Wochenblatt vom 15.11.06 / Foto: wm - St. Johannes, lutherische Kirche in Crete (von 866); Anklang an Hohnhorst? Carol Triebold erzählt ihre Familiengeschichte. Dr. Stephan Walter mit der Stadtfahne von Crete, einem Geschenk.

Im zweistündigen Umzug auf Position vier
Gelegenheit für Tausende, das Schaumburger Geschenk zu bewundern
LANDKREIS (wm). Mit dem Regenschirm fuhr die deutsche Schaumburg-Delegation an den Start der langen Septemberfestparade, um ihr Geschenk an Schaumburg-Illinois, den Freundschaftsstein, der Öffentlichkeit vorzustellen. Aber kaum hatten die siebzig teilnehmenden Gruppen Aufstellung genommen, da wurden die Schirme zugeklappt, von nun an schien die Sonne.

Für große Aufmerksamkeit war gesorgt: Nach den Polizei- und Feuerwehrwagen an der Spitze des Umzugs, nach den Stadtoberhäuptern und dem Partnerschaftskomitee rollte als erstes der Lastwagen mit dem Obernkirchener Sandstein durch die Paradestraße, zu Fuß begleitet von der deutschen Delegation. Dann kam eine ganze Ecke gar nichts, bis zum Hauptteil des Umzugs.
Drei Kilometer führt die zentrale Wohnstraße in sanften Kurven, zwischen grünen Hügeln, Baumgruppen und gepflegten Teichen hindurch nach dem Festplatz. Die Zuschauer sitzen am Bordstein auf mitgebrachten Klappsesseln, nur die Kinder stehen, andere Familien haben sich in den breiten weißen Garagen der Einfamilienhäuser auf dem Rasenhang ihr Plätzchen eingerichtet. Die Parade hat etwas Karnevaleskes, auch die deutsche Delegation wirft Süßigkeiten unters Publikum. Durch das Geheul der sichernden Polizeiwagen hört man Rufe: "Oh! Schaumburg Germany." Wenn die Niedersachsenfahne und der Stein vorbeikommen, wird oft Beifall geklatscht. Hier und da ruft jemand vom Straßenrand Grüße auf Deutsch herüber.
Der Umzug ist weitreichender zusammengesetzt als bei uns. Neben den Schulen und Sportvereinen, Kinder- und Tanzgruppen, Tanzschulen, Clubs und Vereinigungen sieht man Abordnungen aus Firmen, Banken, Behörden und Verbänden. Oder Kirchengemeinden und deren vollzählige Jugendgruppen. Oder Parteien und ihre leibhaftigen Wahlkandidaten (wie denn überhaupt in und an den Seiten der Parade tüchtig Wahlwerbung betrieben wird). Manche marschieren, andere benutzen fahrbare Untersätze, teils allegorische Wagen, Oldtimer fahren mit, Clowns treten auf, die "Söhne Italiens" und die mexikanische Folklore sind dabei. Weniger Musikkapellen als bei uns, dafür um so größere. Da präsentiert sich die größte Highschool, die "Saxons" (Sachsen) mit einer Band aus 350 Instrumenten! Natürlich auch Militärkapellen, zum Beispiel die in Schneeweiß gekleidete Band der Navy von den Großen Seen. Ungewohnt für unsere Augen: die vielen martialischen Uniformen und die Veteranen in Kampfanzügen.
Der Umzug dauert, unter den strengen Augen der Schaumburg Police und mit genügend Ordnern, wenigstens zwei Stunden. Währenddessen hat man den Freundschaftsstein unter einen Pavillon gestellt, vor das moderne Rathaus, das von flachen, weiträumigen Anlagen umgeben ist, von Plätzen, Parkzonen, einem See und hügeligem Grün. Alles supergroß und hervorragend gepflegt. Ringsum findet das Septemberfest statt. Wer den Stein beim Umzug verpasst hat, kann ihn hier nicht übersehen. Ein Geheimnis soll noch verraten werden: Dies ist gar nicht der echte Stein, sondern eine erstklassige Replik aus Glasfaserschaum. Den richtigen brauchte man derweil im Kongresszentrum, um ihn auf den Sockel zu mauern. wm

Wochenblatt vom 20.09.06 / Foto: wm


Die Rodenberger Landstraße in Amerika
Besichtigung einer Rarität, von der wenige wissen, dass es sie gibt
RODENBERG. Dass in der Umgebung ein paar Straßen nach Rodenberg benannt sind, ist kein Wunder; in Bad Nenndorf, Lauenau, Apelern, Habichhorst und sogar im hannoverschen Stadtteil Oberricklingen. Gespannt war ich aber doch auf den einen großen "Ausreißer": in den USA, Schaumburg in Illinois. Ich habe mir die Straße jetzt ansehen dürfen. Es gibt sie wirklich, sogar als Ausfahrt einer Schnellstraße vom Flughafen Chicago. Rodenburg Road, Rodenberger Landstraße.
Man schreibt fälschlich -burg statt -berg, aber das ist normal, denn beides wird ja im Englischen "-börg" gesprochen. Hamburg, Augsburg, aber Nürnberg, Bamberg, wer soll das auseinander halten? Ich fand gleich noch zwei weitere Beispiele dieser Art. Biesterfield Road heißt die nächste große Ausfahrt. Natürlich war der Namensgeber ein Biesterfeld, aber Feld heißt auf Englisch nun mal field. Und eine der großen Durchgangsstraßen schreibt sich Wise Road (mit "ai" gesprochen), doch da hat man es gemerkt und ein Korrekturschild angebracht "historisch Wiese".
So hießen sie nun einmal, die Auswanderer aus unserer Gegend, die um 1850 dort Land parzellierten und fast alle aus Apelern und Umgebung stammten. Viele Straßen sind nach ihnen benannt: Ich fand Bode, Bokelmann, Busse, Hartmann, Hartung, Hattendorf, Kirchoff, Nerge, Rohlwing, Volkening, Wilkening, Wilke. Oder auch die Springinsguth Road, die nach der Bahnstation führt wie die Rodenburg Road nach dem Regionalflugplatz. Es gibt auch eine Hanover Street, ein Nachbarort heißt Hanover Park, und wie nennt sich die historische Hauptstraße unserer Siedler? Natürlich Schaumburg Road.
Interessanterweise trägt aber keine einzige einen Schaumburger Ortsnamen - mit Ausnahme von Rodenberg. Man hört, einigen Siedlern sei der Weg nach ihrer angestammten Petrikirche und -schule sehr weit erschienen (6 Kilometer, das war schon allerlei zu Fuß oder für Pferdefuhrwerke), deshalb hätten sie im Süden der Schaumburg-Fläche - die etwa 12 Kilometer im Quadrat misst - ein eigenes kleines Johanneskirchlein gebaut. Den alten Friedhof dazu habe ich mir angesehen, an einer Ecke der Rodenberger Landstraße, die Kirche ist allerdings durch eine neue ersetzt. Nach einer Flurkarte um 1880 gehörte das Farmgelände dort verschiedenen Meyers und Hasemanns. Ob die aus Rodenberg kamen?
So aufregend es ist, dass die Straßenbezeichnung existiert und jeder sie dort ganz selbstverständlich kennt (jeder fährt Auto, es gibt keine Fußgänger und keine öffentlichen Verkehrsmittel), so wenig bietet die Straße dem Auge. Eine breite, mehrspurige Ausfallstraße, sanft abfallend, mit weit ausladenden flachen Böschungen, alle grün und frisch gemäht. Keine Wohnbauten, nur ein paar ziegelrote Büroblöcke. Und eben die Kirche St. Johns mit einem niedrigen Turm und vielen Nebenbauten, gegenüber davon unter großen Bäumen der alte Friedhof mit den deutschen Inschriften. Ich habe aber keine Namen gefunden, zu denen ich irgendeine historische Beziehung herstellen konnte, auch jede Nennung von Heimatorten fehlt (während bei St. Peter viele Grabsteine auf Geburtsorte wie Apelern, Lyhren, Groß Hegesdorf, Reinsdorf und andere hinweisen). Das war mein Besuch in der Rodenberg/-burg Road. Ob man mit mehr Zeit nicht doch noch etwas entdecken könnte?
Walter Münstermann

Wochenblatt vom 16.09.06 / Foto: wm

Viele Menschen werden den Stein sehen
In Schaumburg, Illinois, zeugt das Nesselblatt von Gemeinsamkeit
LANDKREIS (wm). Der Stein der Freundschaft ist enthüllt. Er hat einen beneidenswerten Platz gefunden: in einem nagelneuen weiß-marmornen Kongresszentrum, gleich in der riesigen Eingangshalle, mit der die Fest- und Konferenzsäle - bis zur unglaublichen Größe von Flugzeughangars - verbunden sind. Nebenan erhebt sich, fünfzehn Stockwerke hoch, das zugehörige Hotel "Schaumburg Renaissance" mit 900 Betten. Dass es am Ort schon 6000 Betten gab und weitere 8000 am nahe gelegenen Flughafen Chicago zur Verfügung stehen, hat die Stadtväter nicht davon abgehalten, in diesen Komplex 380 Millionen Dollar zu investieren.
Schaumburg Illinois boomt. Dabei ist es noch nicht lange her, seit dies eine ländliche Gemeinde von zweitausend Einwohnern war. Man feiert gerade "50 Jahre Selbstverwaltung" - so etwas wie Stadtrechte oder städtische Unabhängigkeit (kleine Gemeinden werden von Kreis verwaltet). Diese 50-Jahrfeier war denn auch der passende Anlass für die Übergabe des 1,8 Tonnen schweren Monuments aus Obernkirchener Sandstein. Neben unserem Nesselblatt und dem S-förmigen Wappen des amerikanischen Schaumburg prangen da die eingemeißelten Lettern: COMMON HERITAGE, COMMON FUTURE (gemeinsames Erbe, gemeinsame Zukunft). Ein Metallschild auf dem Sockel verkündet, dass die Menschen aus dem deutschen Schaumburg diesen Stein der Freundschaft dem "Village of Schaumburg" zum 50-jährigen Jubiläum geschenkt haben. Das werden nun viele tausend Kongressbesucher lesen und sich Gedanken machen über den ungewöhnlichen Zusammenhalt zwischen Land der Herkunft und Nachkommen in der neuen Heimat.

Wochenblatt vom 13.09.06 / Foto: wm

Große Aufmerksamkeit für den Freundschaftsstein bei seiner Enthüllung im Convention Center der Partnerstadt Schaumburg
Immer engere Kontakte zwischen dem Landkreis und einer Stadt, die ihr 50-jähriges Jubiläum feiert
LANDKREIS (wm). "Ich will es wiederholen: Schaumburg war in unserem Kreis namens Cook County schon vor hundert Jahren eine Modellgemeinde," sagte Bürgermeister Al Larson zur Enthüllung des Freundschaftssteins, "immer den besten Mais, immer die beste Ernte, und nicht mal ein Gefängnis brauchte man." Mit ihm waren die sieben Stadtverordneten gekommen, dazu das Partnerschaftskomitee (das auch eine Verbindung nach Japan pflegt) und viele geladene Gäste. Unser Schaumburg wurde vertreten durch Dr. Stephan Walter, 1. Vorsitzender, Jürgen Watermann, 1. stellvertretender Vorsitzender, und Klaus-Dieter Budde, Beisitzer im Vorstand der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft. Hinzugesellt hatten sich mitreisende Mitglieder und Freunde der Gesellschaft.
Der Bürgermeister der Partnerstadt griff noch weitere Einzelheiten aus der Geschichte der deutschen Einwanderer heraus, selbstverständlich auch, wie sich Fritz Nerge mit der Namensgebung durchsetzte: "Schaumburg schall et heiten". Al Larson sagte das auf Englisch so: "Schaumburg it shall be - and Schaumburg it is!"
Die Komiteevorsitzende Jean Tucknott hatte schon in der Begrüßung darauf hingewiesen, dass das steinerne Geschenk zwei Erinnerungdaten ehrt: 50 Jahre Stadtrechte und 20 Jahre Wirken der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft.
Dr. Stephan Walter erläuterte den Text auf dem Geschenk. Der Stein solle ein Beweis für die Freundschaft sein, auf der Grundlage gemeinsamen Erbes und gemeinsamer Zukunft. "Er kommt nicht nur aus dem Steinbruch mitten im Schaumburger Land, sondern auch mitten aus unserem Herzen." Dr. Walter erinnerte an die Verabschiedungen des Monuments, auf dem Pferdefuhrwerk, durch Hunderte von Menschen an der "Süßen Mutter" und in Rinteln. Von dort sei es früher über die Weser weitergegangen. Da mühte man sich um Handel. Mit einem Blick auf den bevorstehenden 11. September und das gemeinsame Ideal der Freiheit betonte Dr. Walter: "Handel braucht Frieden." Er sei stolz, den Stein nun zum 50. Jubiläum des "Village" und im 230. Jahr der amerikanischen Unabhängigkeit übergeben zu können. Mit ihm freuten sich Klaus-Dieter Budde über den schadensfrei durchgeführten Transport des schweren Brockens, für den er gesorgt hatte, und Jürgen Watermann über die abgeschlossene Finanzierung des ungewöhnlichen Vorhabens.
Der Bürgermeister von Schaumburg-Illinois gedachte noch besonders der Partnerschaftsanfänge (namentliche Erwähnung: Ernst-August Kranz) und rief aus: "Nun wollen wir unser Band der Freundschaft aufs Neue schließen!"
Der von seiner Hülle befreite Stein wurde eingehend besichtigt und bot sich für viele Erinnerungsfotos an. Bei 80.000 Einwohnern war der Kreis der Eingeladenen natürlich zu klein, als dass man den Stein damit hätte bekannt machen können. Deshalb hatte man ihn einige Tage vorher in einem festlichen Umzug mitgeführt. Wir werden darüber noch berichten; das Schaumburger Wochenblatt war dabei.

Wochenblatt vom 13.09.06 / Foto: wm

"Brücken bauen zwischen Menschen"
Tausend hiesige Schaumburger waren schon drüben in Illinois
LANDKREIS (wm). Für alle, die zur Enthüllung des Freundschaftssteins eingeladen waren, gab die Stadt Schaumburg-Illinois hinterher einen Cocktail-Empfang. Das Besondere daran: Auf einem großen Bildschirm an der Stirnwand des eleganten Saals erschienen die Fotos von der Verabschiedung des Geschenks aus Deutschland, die Bildreportage einer Tageszeitung über die Ereignisse an der "Süßen Mutter". Die Idee fand freudige Zustimmung.
Anschließend lud der Bürgermeister den inneren Kreis aus Stadtverordneten, Komiteemitgliedern und Gästen aus Deutschland - insgesamt dreißig Personen - zu einem festlichen Abendessen ein. Viele kannten sich von gegenseitigen Besuchen, tauschten Erinnerungen aus und plauderten über neue Reisen. Man vertiefte die Gedanken über Partnerschaftsvorhaben. Nun war auch die Gelegenheit für launige Worte gekommen.
Dr. Stephan Walter bedankte sich herzlich für die Gastfreundschaft und das eindrucksvolle Kennenlernen des mächtigen Kongress-/Hotelkomplexes. Darin sah er tausend Jahre nach dem Bau unserer Schaumburg so etwas wie den Bau "Ihrer Schaumburg". Passenderweise überreichte er dem Bürgermeister Al Larson dazu ein Bild der alten Schaumburg. Ebenso passend war der Bezug zum Hotelnamen "Renaissance": ein Bild des Stadthäger Rathauses, gebaut in der Renaissance-Zeit. Beides Aquarelle von Gundula Soergel. Und dann durften die amerikanischen Freunde sogar noch den Geschmack des Schaumburger Landes kennenlernen: den Grünen! Ein wenig scharf schien der Landwein denn doch. "Diesen Trunk werde ich nicht vergessen," rief der Bürgermeister.
Bei gegenseitigen Geschenken, kleinen Auszeichnungen und guten Sprüchen ging die Zeit schnell hin. Der herzliche Abschied galt nur beschränkt: Manche Teilnehmer sahen sich schon am nächsten Morgen wieder, denn die Besprechungen über neue Taten, besonders das kommende Austauschprogramm, liefen weiter. Foto: wm
Interessierte Blicke verfolgen die Bilder von der "Süßen Mutter".
Aquarell, Abbildung unserer Schaumburg, für den Bürgermeister.
Auch hier gilt: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.

Wochenblatt vom 13.09.06 / Foto: wm

Reisen

Auf den Spuren der Auswanderer
SDAG unternahm Reise zum Deuschen Auswanderhaus in Bremerhaven
Landkreis (sw.). Wolfgang Paul wollte es wissen: Wo ist sein Ur-Ur-Großvater geblieben, nachdem der seine Ur-Ur-Großmutter mit einem kleinen Kind 1853 im Schaumburgischen zurückgelassen und sich auf den Weg nach Amerika gemacht hatte? Eine Fahrt der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft (SDAG) in das im August eröffnete Auswandererhaus in Bremerhaven sollte Aufschluss über das Schicksal des treulosen Vorfahren bringen. >>> mehr

Chicago und Höhepunkte Floridas
Informations- und Erlebnisreise USA 5. - 25. Mai 2005 der Schaumburger-Deutsch-Amerikanische Gesellschaft e.V. (SDAG) und der Schaumburger Zeitung

Die erste Station der 22 köpfigen Reisegruppe war die Partnerstadt Schaumburg/Illnois. Nach einem herzlichen Willkommen im Rathaus der Stadt lud die Schaumburg Sister Cities Commission (SSCC) alle Teilnehmer zu einer informativen Stadtrundfahrt ein. >>> mehr

Austauschmaßnahmen

2005    
5. - 20.05. Deutschland - USA Touristenreise: Schaumburg/Ill. - Chicago - und Höhepunkte
11. - 19. 06 USA – Deutschland Austauschmaßnahme Lehrkräfte
     
2004    
02. - 09. 05. USA - Deutschland Austausch Krankenpflege - Pflegekräfteaustausch (letzter Austausch 1997)
Mai Deutschland - USA Schaumburger Polizisten zu Besuch in Schaumburg, Illinois >>mehr
Juni USA - Deutschland Gegenbesuch der amerikanischen Jugendfußballer im
Oktober Deutschland - USA Austauschmaßnahme Lehrkräfte >>mehr
     
2003    
04. -11.04 Deutschland - USA Besuch einer Wirtschaftsdelegation. Vertreter aus Politik und Wirtschaft zu Besuch in der Partnerstadt Schaumburg/Ill. LR Schöttelndreier nutzte die Gelegenheit zur Präsentation des Landkreises vor 200 Firmenvertretern in Chicago >>mehr
07. - 23.04 Deutschland - USA Informations- und Erlebnisreise in Zusammenarbeit mit Volkshochschule Stadthagen "USA - Der goldene Westen" (53 Reiseteilnehmer)
10. - 22.10 Deutschland - USA Jugendfußballeraustausch (Unterstützung durch Nds. Fußballverband und DFB) >>mehr
  Deutschland - USA Schüleraustausch /Besuch der Partnerstadt. Im Anschluß an den Schüleraustausch mit der High-School in Iowa Besuch der Partnerstadt Schaumburg/Illinois.TN: Wilhelm Busch Gymnasium, Stadthagen und Adolfinum, Bückeburg, Begleiter: Lehrerehepaar Bruns. Zukünftige Austauschmaßnahmen gestalten sich z.Zt. schwierig, da die Schaumburg High-School Austauschmaßnahmen mit Großstädten wie München bzw. Berlin plant.
13. - 23.10. Deutschland - USA Pflegekräfteaustausch >>mehr

Presse

Erlebnisreiche Woche in Schaumburg - Lehrergruppe aus unserer Partnerstadt in Illinois hier zu Besuch
Wochenblatt, 04.07.07

Jahreshauptversammlung, am 6. März 2007 im "Haus des Gastes" in Bad Eilsen

Flaggen für Amerika-Besuch
Wochenblatt, 13.12.06

Ein Empfang wie unter alten Freunden
Wochenblatt, 29.11.06


Zwei Schaumburgs halten engen Kontakt
"Deister Aktuell" , 22.11.06

Romantisches Land und freundliche Leute
Wochenblatt, 15.11.06

Kreta als Ziel Schaumburger Auswanderer
Wochenblatt, 15.11.06

Im zweistündigen Umzug auf Position vier
Wochenblatt, 20.09.06

Die Rodenberger Landstraße in Amerika
Wochenblatt, 16.09.06

Viele Menschen werden den Stein sehen
Wochenblatt, 13.09.06

Große Aufmerksamkeit für den Freundschaftsstein
Wochenblatt, 13.09.06

"Brücken bauen zwischen Menschen"
Wochenblatt, 13.09.06

Reisen
Auf den Spuren der Auswanderer

Chicago und Höhepunkte Floridas


Austauschmaßnahmen 2003 - 2005