Große
Aufmerksamkeit für den Freundschaftsstein bei seiner Enthüllung
im Convention Center der Partnerstadt Schaumburg
Immer engere Kontakte zwischen
dem Landkreis und einer Stadt, die ihr 50-jähriges Jubiläum
feiert
LANDKREIS (wm). "Ich will es wiederholen: Schaumburg war
in unserem Kreis namens Cook County schon vor hundert Jahren eine
Modellgemeinde," sagte Bürgermeister Al Larson zur Enthüllung
des Freundschaftssteins, "immer den besten Mais, immer die
beste Ernte, und nicht mal ein Gefängnis brauchte man."
Mit ihm waren die sieben Stadtverordneten gekommen, dazu das Partnerschaftskomitee
(das auch eine Verbindung nach Japan pflegt) und viele geladene
Gäste. Unser Schaumburg wurde vertreten durch Dr. Stephan
Walter, 1. Vorsitzender, Jürgen Watermann, 1. stellvertretender
Vorsitzender, und Klaus-Dieter Budde, Beisitzer im Vorstand der
Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft. Hinzugesellt
hatten sich mitreisende Mitglieder und Freunde der Gesellschaft.
Der Bürgermeister der Partnerstadt griff noch weitere Einzelheiten
aus der Geschichte der deutschen Einwanderer heraus, selbstverständlich
auch, wie sich Fritz Nerge mit der Namensgebung durchsetzte: "Schaumburg
schall et heiten". Al Larson sagte das auf Englisch so: "Schaumburg
it shall be - and Schaumburg it is!"
Die Komiteevorsitzende Jean Tucknott hatte schon in der Begrüßung
darauf hingewiesen, dass das steinerne Geschenk zwei Erinnerungdaten
ehrt: 50 Jahre Stadtrechte und 20 Jahre Wirken der Schaumburger
Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft.
Dr. Stephan Walter erläuterte den Text auf dem Geschenk.
Der Stein solle ein Beweis für die Freundschaft sein, auf
der Grundlage gemeinsamen Erbes und gemeinsamer Zukunft. "Er
kommt nicht nur aus dem Steinbruch mitten im Schaumburger Land,
sondern auch mitten aus unserem Herzen." Dr. Walter erinnerte
an die Verabschiedungen des Monuments, auf dem Pferdefuhrwerk,
durch Hunderte von Menschen an der "Süßen Mutter"
und in Rinteln. Von dort sei es früher über die Weser
weitergegangen. Da mühte man sich um Handel. Mit einem Blick
auf den bevorstehenden 11. September und das gemeinsame Ideal
der Freiheit betonte Dr. Walter: "Handel braucht Frieden."
Er sei stolz, den Stein nun zum 50. Jubiläum des "Village"
und im 230. Jahr der amerikanischen Unabhängigkeit übergeben
zu können. Mit ihm freuten sich Klaus-Dieter Budde über
den schadensfrei durchgeführten Transport des schweren Brockens,
für den er gesorgt hatte, und Jürgen Watermann über
die abgeschlossene Finanzierung des ungewöhnlichen Vorhabens.
Der Bürgermeister von Schaumburg-Illinois gedachte noch besonders
der Partnerschaftsanfänge (namentliche Erwähnung: Ernst-August
Kranz) und rief aus: "Nun wollen wir unser Band der Freundschaft
aufs Neue schließen!"
Der von seiner Hülle befreite Stein wurde eingehend besichtigt
und bot sich für viele Erinnerungsfotos an. Bei 80.000 Einwohnern
war der Kreis der Eingeladenen natürlich zu klein, als dass
man den Stein damit hätte bekannt machen können. Deshalb
hatte man ihn einige Tage vorher in einem festlichen Umzug mitgeführt.
Wir werden darüber noch berichten; das Schaumburger Wochenblatt
war dabei.
Wochenblatt vom 13.09.06 /
Foto: wm
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