Schaumburger Deutsch-Amerikanische Gesellschaft e.V.
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Viele Menschen werden den Stein sehen

In Schaumburg, Illinois, zeugt das Nesselblatt von Gemeinsamkeit


LANDKREIS (wm). Der Stein der Freundschaft ist enthüllt. Er hat einen beneidenswerten Platz gefunden: in einem nagelneuen weiß-marmornen Kongresszentrum, gleich in der riesigen Eingangshalle, mit der die Fest- und Konferenzsäle - bis zur unglaublichen Größe von Flugzeughangars - verbunden sind. Nebenan erhebt sich, fünfzehn Stockwerke hoch, das zugehörige Hotel "Schaumburg Renaissance" mit 900 Betten. Dass es am Ort schon 6000 Betten gab und weitere 8000 am nahe gelegenen Flughafen Chicago zur Verfügung stehen, hat die Stadtväter nicht davon abgehalten, in diesen Komplex 380 Millionen Dollar zu investieren.
Schaumburg Illinois boomt. Dabei ist es noch nicht lange her, seit dies eine ländliche Gemeinde von zweitausend Einwohnern war. Man feiert gerade "50 Jahre Selbstverwaltung" - so etwas wie Stadtrechte oder städtische Unabhängigkeit (kleine Gemeinden werden von Kreis verwaltet). Diese 50-Jahrfeier war denn auch der passende Anlass für die Übergabe des 1,8 Tonnen schweren Monuments aus Obernkirchener Sandstein. Neben unserem Nesselblatt und dem S-förmigen Wappen des amerikanischen Schaumburg prangen da die eingemeißelten Lettern: COMMON HERITAGE, COMMON FUTURE (gemeinsames Erbe, gemeinsame Zukunft). Ein Metallschild auf dem Sockel verkündet, dass die Menschen aus dem deutschen Schaumburg diesen Stein der Freundschaft dem "Village of Schaumburg" zum 50-jährigen Jubiläum geschenkt haben. Das werden nun viele tausend Kongressbesucher lesen und sich Gedanken machen über den ungewöhnlichen Zusammenhalt zwischen Land der Herkunft und Nachkommen in der neuen Heimat.

Wochenblatt vom 13.09.06 / Foto+Text: wm

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