Presse & Aktivitäten

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Schaumburger Zeitung vom 28.7.2017

 

Schaumburger Zeitung vom 5.5.2017

 

Schaumburger Zeitung vom 2.3.2017

 

Schaumburger Zeitung vom 13.12.2016

 

Schaumburger Zeitung vom 1.12.2016

 

Niedersächsicher Fußballverband Journal Nov. 2016

Schaumburger Wochenblatt Nov. 2016

 

Landeszeitung / Schaumburger Zeitung Nov. 2016

Schaumburger Nachrichten vom 25.6.2016

Amerikanische Gäste / Fußball

 

Bericht zum Gegenbesuch zweier amerikanischer Polizisten im Mai 2016

Schaumburger Nachrichten vom 30.05.2016

 

Schaumburger Zeitung vom 06.05.2016

Mit deutschen Kollegen auf Streife

Schaumburger Nachrichten vom 30.04.2016

Artikel unter der Rubrik "Leute Leute"

Schaumburger Wochenblatt 27.2.2016

Schaumburger Nachrichten 25.2.2016

 

Schaumburger Wochenblatt vom 02.01.2016 | Ausgabe-Nr. 53B

Mammutprogramm der Fußballjugend in den USA

Sportlich hatten die Deutschen leicht die Nase vorn

LAND­KREIS SCHAUM­BURG (s­te). Der Start in die USA war für die jun­gen Mit­fah­rer aus Nie­dern­wöhren früh am Mor­gen. Die Ju­gend­fuß­bal­ler der JSG Nie­dern­wöhren/En­zen un­ter Führung ih­res Trai­ners Tors­ten Senn­holz wa­ren auf In­itia­tive der Schaum­bur­ger Deutsch-Ame­ri­ka­ni­schen Ge­sell­schaft nach Schaum­burg-Il­li­nois un­ter­wegs. Von Ham­burg ging es via Ams­ter­dam in rund 20 Stun­den nach Chi­ca­go; dann stand noch die letzte Stre­cke mit dem Bus bis nach Schaum­burg an.

13 Tage lang nah­men die Gas­t­el­tern ihre Schütz­linge herz­lich in Emp­fang. Noch am ers­ten Abend wurde ein Spiel des High School Soc­cers Teams an­ge­schaut, dann fie­len alle in die Bet­ten. Am nächs­ten Tag stand die of­fi­zi­elle Be­grüßung durch Bür­ger­meis­ter Al Lar­son auf dem Plan, an­sch­ließend eine "Schaum­burg-Tour" mit Büche­rei und St. Pe­ters Church. "Wenn man die Na­men hier sieht, er­in­nert das an Meer­beck", meinte ei­ner der Jungs bei dem Be­such auf dem an­gren­zen­den Fried­hof. Abends war dann der Be­such ei­nes Foot­ball-Spiels an­ge­sagt. Viele wei­tere Ak­tio­nen stan­den an: Shop­ping im Out­let, "­Foot­Gol­f" und das "Haun­ted Hou­se". Am Sonn­tag stieg das erste Test­spiel. Zwar schoss die JSG das Führungs­tor, aber ins­ge­samt spielte die Mann­schaft zu un­kon­zen­triert. Er­geb­nis: eine 4:2 Nie­der­la­ge. Da­nach wur­den die Be­su­cher vom Ehe­paar Gram­ma, das sei­nen 30igs­ten Hoch­zeits­tag fei­er­te, zu de­ren Feier ein­ge­la­den. Mon­tag dann Chi­cago mit vie­len Sta­tio­nen, dann die "­Fire Sta­tion 54", das "­Po­lice De­part­ment" und ein In­door Sports Cen­ter für Fuß­ball. Nach dem Be­such des Brook­field Zoos, stand am Fol­ge­tag das nächste Fuß­ball­spiel an. Nach dem ers­ten ver­lo­re­nen Spiel war klar: Auf­tre­ten als Team und mit "ein­fa­chem" Fuß­ball ist ge­for­dert. Ein von bei­den Sei­ten tem­po­reich ge­führ­tes Spiel folg­te. Die JSG zeigte sich ball­si­che­rer, tech­nisch stär­ker, en­ga­gier­ter und lauf­freu­di­ger. Ein 3:1-Sieg war die Be­loh­nung. Einen wei­te­ren in­ter­essan­ten Be­such gab es auf der Vo­el­ke­ning-Farm im Spring Val­ley Na­tur­park. Hier er­hielt man einen Ein­blick in die An­fänge der Be­sied­lung und der ge­schicht­li­chen Ent­wick­lung Schaum­burgs. Das dritte und letzte Spiel am Mon­tag ging man mit den glei­chen Zie­len wie beim letz­ten Er­folg an, doch der Geg­ner war stark. Das Match stand auf ei­nem ho­hen Ni­veau mit di­cken Chan­cen für beide Sei­ten. Das bes­sere Ende hat­ten die Deut­schen - ein 2:1 Sieg. Dann noch ein Tag mit den ame­ri­ka­ni­schen Ju­gend­li­chen in der Schu­len, ein "Fa­re­well-Din­ner" und dann ab nach Hau­se. Fa­zit: Viele neue Freun­de, sehr nette Gas­t­el­tern, eine gute Un­ter­stüt­zung durch die SDAG und eine Ein­la­dung zum Ge­gen­be­such. Fo­to: pri­vat

 

Polizeiaustausch 2015

 

Hier ein Bericht der Teilnehmer des Jugendaustausches (erstellt Nov. 2015)

Internationaler Jugendaustausch zwischen JSG Samtg Niedernwöhren / Enzen mit

Schaumburg, Illinois

 

 

Schaumburger Zeitung vom 14.11.2015

Schaumburger Nachrichten vom 7.10.2015

 

Schaumburger Zeitung vom 5.9.2915

 

Schaumburger Zeitung vom 25.06.2015

 

Schaumburger Zeitung vom 22.06.2015

sz22062015

 

Schaumburger Wochenblatt vom 3.6.2015

Schaumburger Zeitung vom 27.5.2015

Schaumburger Wochenblatt vom 28.02.2015

 

Schaumburger Zeitung vom 27.02.2015

Schaumburger Zeitung 17.01.2015

 

Schaumburger Nachrichten 17.01.2015

 

Schaumburger Wochenblatt 10.12.2014

 

Schaumburger Nachrichten 04.12.2014

 

Schaumburger Wochenblatt 30.11.2014

 

Schaumburger Nachrichten 10.10.2014

 

Schaumburger Zeitung 18.06.2014

 

Schaumburger Wochenblatt 31.05.2014

 

Schaumburger Zeitung 10.05.2014, Rinteln

Stadt, Land, Leute

Schaumburger in Schaumburg: Auf Einladung der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft sind vom 8. bis 16. Mai der Landrat Jörg Farr, Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach, der Geschäftsführer des Bauernverbandes (Landvolk) Weserbergland, Friedhelm Stock aus Strücken, und von der Polizei Bückeburg Polizeioberkommissar Jan Wegener, wohnhaft in Rinteln, zu Besuch in Schaumburg. Mit dabei ist auch der 1. stellvertretende Vorsitzende der SDAG, Klaus-Dieter Budde aus Goldbeck. Farr, Brombach und Stock sind zum ersten Mal zu Besuch in Schaumburg. Vor Kurzem traf man sich in Bückeburg im historischen Gasthaus "Zur Falle", um letzte Details zu besprechen. Mit besonderem Interesse erwartet die dortige Partnerorganisation "Sister Cities Commission" die Besuchergruppe. In Anlehnung an die jeweiligen beruflichen Tätigkeiten hat man dort ein ausführliches Besuchsprogramm vorbereitet. Wegener und Budde (als Polizeihauptkommissar Einsatzführer bei der Leitstelle der Polizeidirektion Göttingen in Hameln tätig) werden einige Tage ihre Kollegen im Schaumburg Police Department dienstlich begleiten. Wegener selbst hat dieses schon einmal im Jahr 2004 miterleben dürfen und Budde war im Jahr 1999 erstmals zu Besuch in Schaumburg und dort mit seinen Kollegen auf Streife. dil/peb

 

Schaumburger Nachrichten 10.05.2014

 

Schaumburger Nachrichten online:

 

Schaumburger Wochenblatt vom 22.01.2014

 

 

Schaumburger Nachrichten vom 17.01.2014

 

 

Schaumburger Wochenblatt vom 04. Dezember 2013

Hier ein Link zu einer kleinen Bildergalerie vom Thanksgiving-Dinner:

https://picasaweb.google.com/115203038180400255948/Thanksgiving2013?authkey=Gv1sRgCKemhOzahfCkwAE

 

 

Schaumburger Zeitung vom 31.10.2013

 

 

Schaumburger Zeitung vom 16.09.2013

 

 

Spring Valley, Natural Enquirer, July/August 2013

 

Daily Herald 18.06.2013

 

Schaumburger Zeitung 12.06.2013

 

Schaumburger Zeitung 06.11.2012

 

Schaumburger Zeitung 19.10.2012

 

Schaumburger Nachrichten 15.10.2012

 

Schaumburger Wochenblatt 09.06.2012:

 

Schaumburger Nachrichten 06.06.2012:

 

Schaumburger Wochenblatt 03.03.2012:

 
Thanksgiving Day – der traditionelle amerikanische Feiertag
60 Mitglieder folgten der Einladung zum Thanksgiving Dinner am 24. November 2011 auf der Paschenburg. Überraschungsgast an diesem Abend war die neue amerikanische Generalkonsulin K. Inmi Patterson. Sie war der Einladung des Vorstandes zu einem Besuch des Landkreises gefolgt.
Pünktlich um 14.00 Uhr trafen die Generalkonsulin und Ihre Begleiter in Stadthagen ein. Hier wurde sie vom Vorstand der SDAG und Bürgermeister Hellmann in Empfang genommen. Nach der Vorstellung der Stadt und einer anregenden Diskussion trug sich die Generalkonsulin K. Inmi Patterson mit folgenden Worten in das „Goldene Buch“ der Stadt ein:

Ich danke Ihnen für die Gelegenheit, Ihre wunderschöne Stadt besuchen zu dürfen, ganz besonders, da ich am meinem liebsten amerikanischen Feiertag …. Thanksgiving Day … hier bin.

Happy Thanksgiving
K. Inmi Patterson

Ein kurzer Rundgang über den Marktplatz rundete den Besuch ab.
Anschließend fuhr der Konvoi nach Apelern, um dort dem Gedenkstein für die Auswanderer und Gründer der Stadt Schaumburg in Illinois zu besuchen.
Zurück in Stadthagen, stand der Besuch des Landkreises auf dem Programm. Die stv. Landrätin, Frau Helma Hartmann-Grolm, ließ es sich nehmen die Generalkonsulin persönlich zu begrüßen und den Landkreis vorzustellen.

 

Der Abschluss des Besuches war die Einladung zum Thanksgiving Dinner auf der Paschenburg. In einer kurzen Ansprache in perfektem Deutsch lobte sie die Aktivitäten der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft und hob dabei wieder einmal hervor, dass die SDAG zu den aktivsten Norddeutschen Partnerschaftsorganisationen gehöre.

>> Menükarte

 

 

Vom kleinen weißen Haus an der Alster bis ins hiesige Rathaus
US-Generalkonsulin Inmi Kim Patterson zu Besuch im Landkreis

STADTHAGEN (wa). Wie ist das denn hier mit dem Tourismus? So lautete eine Frage der US-Generalkonsulin Inmi Kim Patterson an Bürgermeister Bernd Hellmann bei ihrem Besuch der Kreisstadt. Hellmann antwortete souverän und hob die beiden Anziehungspunkte Bückeburger Schloss und das Wilhelm Busch Geburtsthaus in Wiedensahl hervor. Verdrängte aber nicht die Tatsache, das auch Stadthagen nicht vom demographischen Wandel verschont bleibt. Patterson war auf Einladung der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft im Landkreis unterwegs. Unter anderem trug sie sich im Goldenen Buch der Stadt Stadthagen ein und besichtigte das Auswandererdenkmal in Apelern.

Auch wenn in Amerika gerade Thanks-Giving-Fest ist, sei sie gern nach Schaumburg gekommen, um mit ihren deutschen Freunden den Abend zu begehen, so die gebürtige Südkoreanerin Patterson. Mittels eines Imagefilmes stellte ihr Hellmann Stadthagen in Bild und Ton vor. Patterson spricht sieben Sprachen darunter auch fließend Deutsch. Gerne ließ sie sich die besondere Form der Häuser in der Stadt der Weserrenaissance erklären. Ebenso informierte sie Jürgen Watermann, erster Vorsitzender der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft, über die heftige Diskussion um den geplanten Klinikbau in Obernkirchen. In den USA ist die Gesundheitsversorgung anders geregelt als in Deutschland. Dort gibt es kommunale und private Krankenhäuser. Patterson ist Diplomatin im US-Außenministerium. Sie trägt einen Doktortitel in Entwicklungspsychologie der Katholischen Universität in Washington D.C.. Unter anderem war Patterson Beraterin für das Moskauer Büro der Unmweltschutzorganisation Earth Watch sowie für UNICEF in Peking. Ihre diplomatischen Erfahrungen sammelte sie in den Abteilungen für Öffentliche Angelegenheiten in Japan, China und Kenia, in der Abteilung für Politische Angelegenheiten an der US-Botschaft in Moskau und während ihres Dienstes in der US-Delegation bei der OSZE in Wien. Nun ist sie als US-Generalkonsulin im Consulate General of the United States im "Little White House on the Alster" in Hamburg tätig.

Schaumburger Wochenblatt vom 30.11.2011 | Foto: wa | Ausgabe-Nr. 48A


US-Generalkonsulin in Schaumburg
Die schon seit längerer Zeit geplante Verabredung zum traditionellen Thanksgiving-Essen in Hamburg hat US-Generalkonsulin Inmi Patterson gerne abgesagt. „Die Einladung nach Schaumburg klang einfach zu interessant“, sagte sie.
Landkreis (par). Am Donnerstagnachmittag (24. November) verschaffte sich die Diplomatin einen Eindruck vom Landkreis und trug sich auch in das Goldene Buch der Stadt Stadthagen ein. „Es ist das erste Mal, dass wir eine Konsulin zu Gast haben“, erklärte Bürgermeister Bernd Hellmann erfreut, der gerne Auskunft über das Schaumburger Land gab und über Schlösser, die Geschichte des Kreises und die Infrastruktur plauderte. Für die Unterhaltung musste er noch nicht einmal auf sein Englisch zurückgreifen – Patterson spricht sieben Sprachen, darunter auch Deutsch. „Man hat scheinbar ein angenehmes Leben hier“, sagte sie lächelnd, nachdem sie einen Imagefilm über die Kreisstadt zu sehen bekam.

Im Anschluss daran wurde sie von Mitgliedern der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft nach Apelern begleitet, wo sie das im September 2008 errichtete Denkmal für die Mitte des 19. Jahrhunderts Ausgewanderten besichtigte, die später in der Nähe von Chicago die Stadt Schaumburg gründeten. Diese hat heute rund 80.000 Einwohner.

Schaumburger Nachrichten - 25.11.2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Im kleinen Weißen Haus an der Alster
SDAG ist einer der aktivsten Partnerschaftsvereine

RINTELN/HAMBURG (ste). Wie bereits seit vielen Jahren wurde die Schaumburger Deutsch-Amerikanische Gesellschaft (SDAG) auch diesmal zu einem besonderen Anlass des amerikanischen Generalkonsulates in Hamburg eingeladen.
1790 wurde das erste Konsulat der Vereinigten Staaten von Amerika in Hamburg geschaffen. Im Vordergrund standen vor allen Dingen wirtschaftliche Interessen auf beiden Seiten des Atlantiks.
So waren verschiedene Hamburger Bürger als Konsul Repräsentant für die Nation auf der anderen Seite des Atlantiks. Im Jahre 1904 war dieser Standort so wichtig geworden, das die damalige US-Regierung beschloss, daraus ein Generalkonsulat zu machen. Nach der Schließung im zweiten Weltkrieg - die Aufgaben wurde durch das Schweizer Konsulat wahrgenommen - wurden nach mehreren provisorischen Standorten dann an exponierten Stelle Hamburgs, dem Alsterufer, im Jahre 1951 zwei Villen gekauft und zu einem stilistisch gelungen Gebäude zusammengefasst. So ist man heute zu der Ansicht gelangt, man könne es auch das "Kleine Weiße Haus an der Alster" nennen. Anlässlich des "60sten Geburtstages" wurde jetzt auch die SDAG als eine der aktivsten Partnerschaftsvereine im Verantwortungsbereich des Generalkonsulates eingeladen. Jürgen Watermann und Klaus-Dieter Budde als stellvertretende Vorsitzende haben diese Einladung wahrgenommen. "Auch wenn ich erst kurze Zeit hier bin," so Generalkonsulin Inmi K. Patterson in einem persönlichen Gespräch mit Jürgen Watermann und Klaus-Dieter Budde, "habe ich von meinen Mitarbeitern gehört, dass die SDAG eine de aktivsten
Partnerschaftsverbindungen in Norddeutschland ist". "Natürlich freut man sich, wenn man so wahrgenommen wird", konnte Jürgen Watermann nur antworten. Und Klaus-Dieter Budde ergänzte, dass man auch weiterhin eine aktive Partnerschaft pflegen werde. Beide luden dann die Generalkonsulin zu einem Besuch ins Schaumburger Land ein. "Und sie können sicher sein, bei uns lässt es sich gut leben und wir werden alles versuchen, gute Gastgeber zu sein", war die feste Zusage der beiden Schaumburger.

Foto: privat vom 07.09.2011 | Ausgabe-Nr. 36A


Treppauf und treppab geht es durch die großen Halle
Schaumburg-Deutsch-Amerikanische-Gesellschaft besichtigt Unternehmen

RINTELN (ste). Einmal durch Wesergolds Produktionshallen und wieder zurück - zu Fuß, mit Mütze und weißem Kittel. Um sich über die Firmenentstehung und ihre Entwicklung zu informieren und gleichzeitig auch einen Blick hinter die Kulissen des Fruchtsaftkonzerns zu werfen, lud die Schaumburg-Deutsch-Amerikanische- Gesellschaft (SDAG) ihre Mitglieder jetzt zu einer Betriebsbesichtigung ein.
30 Teilnehmer waren mit dabei und wurden von Heinrich Requadt von der Firma Riha in Empfang genommen.
Not macht erfinderisch, so stellte Requadt die Firmengeschichte vor. Im Falle von Richard Hartinger sen. war diese "Not" sein großer Durst, den die starke Hitze bei seiner Arbeit als Glasbläser verursachte. Seine Lösung: Apfelsaft, den er aus den reichlich vorhandenen Äpfeln zunächst für den Eigenbedarf selbst presste. Dafür baute er eine einfache Handpresse - eine Entwicklung, der viele weitere folgen sollten. 1934 wurden schließlich erstmals kommerziell Erfrischungsgetränke durch ihn hergestellt, mittlerweile führt Richard Hartinger jun. in der dritten Generation das Unternehmen, so dass die Unternehmensführung weiter in Familienhand liegt. Treppauf, treppab ging die Führung über das riesige Firmengelände. Vorbei an vollautomatischen Abfüll- und Verpackungsstrassen bis hin zum vollautomatische Hochregallager. Die Besucher erfuhren, dass das hauseigene Labor ständig alle Produkte auf Reinheit kontrolliert und so erstklassige Qualität garantiert. Auch Glas-Mehrweg- und PET-Cycle-Flaschen als Mehrweg-Systeme sowie Kartonverpackungen werden direkt im Werk in Rinteln produziert.
Die Ausmaße des Werkes übersteigen die Vorstellungskraft - neben einer Produktionsfläche von über 32.000 qm stehen heute 60.000 Palettenstellplätze in Regallägern, über 80.000 qm Freilager sowie 27 Millionen Liter Tankraum zur Verfügung. Produziert wird hier die gesamte Palette von nichtalkoholischen Getränken mit rund 500 verschiedenen Produkten. Wie die Besucher erfuhren, produziert RIHA an fünf weiteren europäischen Standorten sowie in Costa Rica. In knapp zweieinhalb Stunden Rundgang erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes.

Foto: privat vom 07.09.2011 | Ausgabe-Nr. 36A


Vier Schaumburger Polizisten gehen in Amerika mit den Cops auf Streifendienst Ein Besuchs- und Erfahrungsbericht / Ralf Stöber berichtet: "Polizisten sind in ihrem Wesen, Denken und Verhalten gleich!"

LANDKREIS SCHAUMBURG (ste). Im Rahmen des Austauschprogrammes der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft nahmen vier Schaumburger Polizisten an einem Besuch in Schaumburg Illinois teil. Ralf Stöber war einer von ihnen. Seine Erfahrungen schrieb der Polizeibeamte in einem Bericht an das Schaumburger Wochenblatt.
Jeder der Teilnehmer war bei einem Kollegen des "Schaumburg Police Department" und seiner Familie untergebracht, was für alle eine neue, aber auch sehr positive Erfahrung war. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hatte man sehr schnell zueinander gefunden und verbrachte gemeinsam einige Zeit, um das Land, die Gastgeber und deren Lebensgewohnheiten und Hobbys kennen zu lernen. In den kommenden Tagen hatte jeder auch die Möglichkeit, nicht nur die Dienststelle mit ihren verschiedenen Abteilungen zu sehen, sondern auch den dienstlichen Alltag hautnah zu erleben. Neben der normalen Streifentätigkeit wurden auch die Detectivs begleitet, die under cover ein Haus, in dem Drogen verkauft wurden, observierten. Unterschiede zu der Arbeit hier im Landkreis Schaumburg wurden schnell deutlich: Die Fahrzeuge sind mit Radar, Laptop und Sturmgewehr ausgerüstet.
Die Polizisten fahren ohne Partner auf Streife und finden zusätzliche Sicherheit durch ihre persönliche Schutzausstattung (schusssichere Westen), schnelle Unterstützung durch andere "Solokollegen" sowie eine klare bauliche Trennung der Rückbank und Vordersitze. Das ermöglicht den Transport von Gefangenen auch alleine.
Auch bei polizeilichen Maßnahmen zeigten sich Unterschiede. Drogenschnelltest gibt es nicht, Verkehrskontrollen sind nur nach Erkennen eines konkreten Verstoßes möglich und bei Fahrten unter dem Einfluss alkoholischer Getränke sind keine Blutproben unter Zwang erlaubt. Andererseits wird bei diversen Verstößen der Führerschein direkt vor Ort einbehalten, es wird eine Quittung hierüber zum weiteren Fahren ausgestellt. Wer seinen Führerschein anschließend wieder haben möchte, muss vor Gericht erscheinen und die entsprechende Strafe bezahlen. Interessant war auch feststellen zu können, dass sich die Kollegen hier wie dort in ihrem Wesen, Denken und Verhalten sehr ähnlich sind. "Wir hätten auch sofort dort in die Polizeiarbeit einsteigen können", so Stöber. Ob die amerikanischen Kollegen dieses ebenso empfinden, wird bei einem Gegenbesuch auszuloten sein. Dann werden die Kollegen zu Gast in Deutschland sein und die hiesige Polizeiarbeit und das Leben in Deutschland kennen lernen.
"Wir freuen uns schon darauf", schreibt Stöber!

Foto: privat vom 20.08.2011 | Ausgabe-Nr. 33B


Die Teilnehmer der gemischten Gruppe sind aus Schaumburg/Ill. zurück. 16 Teilnehmer haben viele neue Erfahrungen und Eindrücke über den „American Way of Life“ mitgebracht.

 

Hoch hinaus: Mit der Feuerwehr der Stadt Schaumburg im USBundesstaat Illinois geht es für Besucher aus dem deutschen Landkreis Schaumburg in luftige Höhen. Und auch für die Entwicklung der Stadt hat der Bürgermeister,trotz Wirtschaftskrise, noch große Pläne. Fotos: mldWillkommen im Schaumburg der Superlative
Schaumburg gibt es zweimal auf der Welt: in Niedersachsen und im US-Staat Illinois. Seit gut drei Jahrzehnten ist der Austausch zwischen den Kommunen rege und kreativ – und die Zeit als Schaumburger in Schaumburg, USA, eine Erfahrung, die einen so bald nicht mehr loslässt. Ein Erfahrungsbericht.

Ist man als deutscher Schaumburger zu Gast bei Einwohnern der Stadt Schaumburg im US-Bundesstaat Illinois, dauert es nicht lang, bis die Fragen kommen: Wart ihr schon einmal in den USA? Welchen Ruf haben Amerikaner in Deutschland? Sprechen alle Deutschen so gut Englisch? Was haltet ihr von unserem Präsidenten?
Und ab und zu muss man auch unwillkürlich lächeln; da wird schon mal gefragt, ob in Deutschland auf der linken Straßenseite gefahren wird, und man wird den Eindruck nicht los, dass Deutschland für vermeintlich weitverbreitete Merkmale wie Kopfsteinpflaster und Lederhosen genauso gemocht wird wie für seine Autos und seine Ingenieurskunst.
Dass das Deutschlandbild vieler Amerikaner eher einem Märchenbuch denn der Realität gleicht, sollte allerdings schnell zu verzeihen sein: Schließlich ist man vom deutschen Schaumburg aus in rund sieben Autostunden in Paris, während man vom amerikanischen Schaumburg aus nach rund sieben Stunden gerade mal in Nashville, Tennesse, ist.
Deutsch-amerikanische Geschichte: Auf der „Völkening Heritage  Farm“ wird gezeigt, wie die ersten deutschen Siedler Ende des 19.  Jahrhunderts das Land nutzten.Doch trotz oder vielleicht gerade, weil manche Amerikaner ihren Kontinent oder gar ihr Land noch nie in ihrem Leben verlassen haben, bringen sie den deutschen Besuchern eine Gastfreundschaft entgegen, wie man sie hier wohl lange suchen müsste:
Natürlich kannst du mein Auto benutzen, hier ist der Schlüssel zu meinem Haus, der Kühlschrank ist voll, bedien dich. Ist man gemeinsam essen oder einkaufen, muss man regelrecht eine Debatte lostreten, um auch mal selbst etwas zahlen zu dürfen.
Rund 150 Jahre ist die Geschichte der Stadt Schaumburg alt, für US-Standard biblisch, für Deutsche eher neuere Geschichte. Als im Jahr 1840 die ersten deutschen Aussiedler in die gerade frisch zur Besiedlung freigegebene Gegend kamen, hieß die Stadt noch „Sarah’s Grove“. Die Überlieferung will es, dass 1851, während einer Einwohnerversammlung, über einen neuen Stadtnamen gestritten wurde – bis ein Friedrich Nerge, ursprünglich aus Reinsdorf bei Apelern, mit der Faust auf den Tisch schlug und rief: „Schaumburg schall et heiten!“
Seitdem hat sich freilich eine Menge getan in der 75 000 Einwohner zählenden Stadt, die rund eine Autostunde von der drittgrößten Stadt der USA, Chicago, entfernt liegt.
Kino? Falsch, Stadtbücherei: Hier gibt es nicht nur Millionen von Büchern, es werden auch Filme gezeigt oder Konzerte gegeben.Wer verstehen will, wie dieses Schaumburg funktioniert, der sollte die Stadtbücherei aufsuchen. Nicht nur, um sich ein Buch über die Geschichte der Stadt auszuleihen, sondern, um den Bestand an Büchern, Hörbüchern, DVDs, CDs, Schallplatten und digitalen Dateien, der insgesamt über zehn Million Euro wert ist, zu bestaunen. Auch wenn die amerikanische Wirtschaft immer noch am Boden liegt, sich die Immobilienpreise im Keller befinden, während sich Arbeitslosenzahlen und Benzinpreise auf nie gekannten Höchstniveaus befinden, geht es Schaumburg noch vergleichsweise gut. Die Zentrale des Elektronikkonzerns Motorola sitzt dort, mit der „Woodfield Mall“ ist dort die fünftgrößte Einkaufsstraße des Landes angesiedelt, in der derzeit 285 Geschäfte zu finden sind – in direkter Nachbarschaft zu mehreren Outlets und Einkaufszentren.
Weiterer großer Anziehungspunkt ist das Einrichtungshaus IKEA, das hier vor rund zehn Jahren eine der ersten Filialen der USA eröffnete. Dieses in Schaumburg angesiedelte Gewerbe bekommt der Gemeinde gut, denn rund 80 Prozent der Grundsteuer, egal ob von Motorola oder von einer fünfköpfigen Familie gezahlt, gehen in Schaumburgs Bildungseinrichtungen. Und so ist die dreistöckige Stadtbücherei eines von vielen Vorzeigestücken der Stadt mit einem zur Verfügung stehenden Budget von 15 Millionen US-Dollar (etwa 10,5 Millionen Euro) pro Jahr. Es ist die zweitgrößte Bibliothek in Illinois, hat eine Million Besucher pro Jahr, 300 Angestellte, es gibt große Sektionen für die sechs in Schaumburg meistgesprochenen Sprachen neben Englisch, nämlich Spanisch, Polnisch, Hindi, Urdu, Japanisch und Chinesisch. Allein die Jugendabteilung umfasst 600 000 Bücher, es gibt eine Abteilung für körperlich behinderte Menschen mit speziellen Computern, ein Kindertheater, einen Werkraum, sein Bewerbungstraining kann man genauso absolvieren wie einen Sudoku-Kurs. In der Kinderabteilung werden allerdings auch gern Ratgeber ausgeliehen, die verraten, wie das eigene Kind in Schultests besonders gut abschneidet, damit es später den Sprung auf eine gute Schule schafft. Die Zahl der Kinder, die eigens auf diesen Zweck zugeschnittene Förderprogramme besuchen, liegt auch im recht wohlhabenden Schaumburg im hohen fünfstelligen Bereich. „Das ändert sich derzeit mit der Obama- Regierung“, sagt Bibliotheksleiterin Stephanie Sarnoff. Der US-Präsident habe den starken Konkurrenzdruck aus dem amerikanischen Schulsystem genommen.
Auch die insgesamt 27 Schulen und die Universität des Bezirks profitieren von der Grundsteuer-Praxis und den Verkaufssteuern der Einzelhändler, 285 Millionen US-Dollar (rund 199 Millionen Euro) stehen dem Bezirk somit jährlich zur Verfügung. So wird an der Blackwell-Grundschule zum Beispiel parallel in Englisch und Gebärdensprache unterrichtet: Obwohl nur zwölf der insgesamt 300 Schüler hier hörgeschädigt oder taub sind, sollen die Kinder integriert aufwachsen. Ebenso gibt es zahlreiche Grundschulen, an denen zweisprachig auf Englisch und Spanisch oder auch mal auf Japanisch unterrichtet wird.
Seinen Stolz auf Schaumburg kann auch der (schwedischstämmige) Al Larson, seit 1987 Bürgermeister von Schaumburg und mit seinen 72 Jahren gerade zu weiteren vier Jahren im Amt vereidigt, nicht verbergen: Von einer „Schaumburg myth“, einem Schaumburger Mythos, der durch die USA gehe, spricht er. Dieser „Mythos“ hat seinen Ursprung vor allem in einer Tatsache: Die Einkaufsmöglichkeiten in Schaumburg sind beinahe unendlich.
Der Ausblick auf den fast 60 000 Quadratkilometer großen Michigansee im nahen Chicago.Genauso wie das nahe Chicago ist auch Schaumburg ein Produkt sorgfältiger Stadtplanung: In den 60er Jahren griff der tadtentwicklungsplan des damaligen Bürgermeisters, um aus dem eher ländlichen Schaumburg eine attraktive Stadt zu machen. Der Plan wurde mit der Eröffnung der „Woodfield Mall“ im Jahr 1971 beendet, Einzelhandel, Industrie und Wohnungsbau entwickelten sich überdurchschnittlich, ganze Stadtteile wurden von Grund auf renoviert, Ghettos wurden zu Parkanlagen umgestaltet. In den 90er Jahren kamen neben mehr Gewerbe auch Restaurantketten und eine Schnellverbindung zum internationalen Flughafen O’Hare dazu, 2000 erfolgte die letzte große Baumaßnahme mit inem 30 000 Quadratmeter großen Messezentrum, gleichzeitig Designer-Hotel mit 500 Räumen.
Glaubt man Bürgermeister Larson, ist Schaumburgs Entwicklung noch nicht beendet: Folgen sollen noch ein Kulturzentrum sowie schnellere Verkehrsanbindungen nach Chicago. Gerade hat Schaumburg sein Baseballteam aufgelöst, es soll neu besetzt werden und besser spielen.
Keine Frage, die Dimensionen in den USA sind im Vergleich zu Deutschland ganz andere. Um diese Unterschiede aber nicht zu Grenzen werden zu lassen, sondern um „Brücken zu bauen“, wie sie es im eigenen Motto benennt, kümmert sich seit 1983 auf deutscher Seite die Schaumburger Deutsch-Amerikanische Gesellschaft (SDAG). Mal besuchen jugendliche Sportmannschaften oder Bands einander, mal einheitliche oder gemischte Berufsgruppen aus Polizisten, Feuerwehrleute oder Krankenpfleger.
Vorname Louis, Nachname Schönbeck: Auf Schaumburgs lutherischem Friedhof lassen sich noch viele deutsche Namen finden.Eine Art Kulturschock lässt sich wohl kaum vermeiden: Die USA sind ein Land, in dem Rassismus noch immer ein großes Thema ist und der Bürgerkrieg regelmäßig nachgespielt wird; in dem „gleich um die Ecke“ heißt, dass man eine Viertelstunde mit dem Auto braucht; in dem man sich in jedem Supermarkt leicht verlaufen kann; in dem viele Menschen nicht mehr wissen, wie eine lebendige Kuh aussieht.
Gleichzeitig ist der Aufenthalt in einer Gastfamilie, die sich ein Bein ausreißt, um dem deutschen Besuch die besten Seiten der eigenen Stadt und des eigenen Landes zu zeigen, eine Erfahrung, die einen nicht mehr loslässt. Und wenn es zurück ins eigene Land gehen soll, sind bislang bei jedem Abschied Tränen geflossen.
Informationen: Mehr Informationen über die SDAG gibt es unter www.sdagshg. de.

Schaumburger Zeitung 21.05.2011 von MARIE DENECKE | Foto: mld

 

 


Mixed Group – ein voller Erfolg. - Beide Städte eng verbunden
Jahreshauptversammlung der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft e.V.


Jürgen Watermann, als Stellvertreter des wegen Krankheit verhinderten Vorsitzenden Dr. Egon Crombach, eröffnete die Jahreshauptversammlung der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft (SDAG)im Panorama Restaurant in Luhden.
Die SDAG, seit 1983 ein Begriff in Schaumburg, kann auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken. Er dankte im Namen von Dr. E. Crombach für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Worten – „Es ist die Arbeit in einem Team mit dem es Spaß macht“.
Kennenlernen der jeweiligen Kultur und des Arbeitslebens, ist ein Ziel der SDAG.
Aufgrund der Anregung der Partnerstadt wurde im April 2010 erstmalig eine Austauschmaßnahme durchgeführt, deren Teilnehmer aus verschiedenen Berufsgruppen kamen. Bis dahin hatten nur Austauschmaßnahmen von jeweils einer bestimmten Berufsgruppe stattgefunden, bei der es hin und wieder Probleme gab, genügend Teilnehmer beziehungsweise Gasteltern zu finden.

Das neue Konzept stieß sofort auf beiden Seiten des Atlantiks auf großes Interesse. Die Gäste aus den USA hatten die Gelegenheit, Einsicht in die deutsche Arbeitswelt zu erhalten. Der Empfang beim Landkreis und das Ausflugsprogramm brachten den Teilnehmer unser schönes Schaumburg näher. Für alle Besucher war es der 1. Aufenthalt in Deutschland. Neben dem Schaumburger Land besuchten die Gäste auch Berlin, wo sie u. a. unter Führung des Schaumburger Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy den Reichstag besichtigten.

Im April 2011 wird eine gemischte Gruppe zum Gegenbesuch aus dem Landkreis Schaumburg in die Partnerstadt reisen. Die Teilnehmer kommen ebenfalls aus verschiedenen Berufsgruppen und werden in der Partnerstadt die Gelegenheit haben, Einsicht in das dortige Berufsleben zu erhalten. Natürlich gehört auch ein Besichtigungsprogramm und der Besuch Chicagos dazu.

Als großer Erfolg für 2010 ist zu verbuchen, das erstmalig seit 2003 eine kleine Gruppe von 8 Schülern und 2 Begleitern im Oktober an einem Austausch teilnehmen konnte. Ein neuer Anfang der Grund zur Hoffnung gibt, dass weitere Austauschmaßnahmen stattfinden werden.
Die amerikanischen Gastgeber boten den Teilnehmern ein interessantes Sightseeing Programm und die Schüler nahmen am Unterricht der Schaumburg Highschool teil.

Das im September durchgeführte Mitgliederfest unter dem Motto „American Barbecue mit Live im Big Band Sound“ war leider aufgrund des schlechten Wetters nicht gut besucht.

Für die Mitglieder und Freunde der SDAG sind 2011 eine Betriebsbesichtigung, und eine kulturelle Veranstaltung geplant. Die Einladungen werden rechtzeitig versandt. Im Herbst 2011 wird wieder der Besuch einer Mixed Group aus der Partnerstadt Schaumburg/Ill. erwartet.
Im Anschluss an den Bericht des Vorstandes erläuterte Schatzmeister Wilhelm Mevert den Jahresabschluss 2010, und den Haushaltsplan 2011. Anhand einer Grafik stellte er fest, dass die Mitgliederzahl kontinuierlich wächst. Am 31.12.2010 waren es 211 Mitglieder.

Ein weiteren Tagesordnungspunkt waren die Wahlen des geschäftsführenden Vorstandes, der Beisitzer und der Kassenprüfer, Der geschäftsführende Vorstand wurde wiedergewählt - Dr. Egon Crombach (Vorsitzender), Jürgen Watermann (1. stellvertr. Vorsitzender), Klaus-Dieter Budde (2.stellvertr. Vorsitzender), Wilhelm Mevert (Schatzmeister) und Anne Coert (Schriftführerin).
Ernst Führing, Friedhelm Hamann, Sandra Kühnast, Heinz-Gerhard Schöttelndreier, Astrid Teigeler-Tegtmeier, Heinrich Wallenstein, Jörg Farr und Burghard Rohrsen übernehmen für 2 Jahre die Aufgabe als Beisitzer. Olaf Bielinski und Thomas Dehne wurden von der Versammlung zu Kassenprüfern gewählt.
Auf 25 Jahre Mitgliedschaft blicken in diesem Jahr zurück Frau Beate Krantz, Frau Ursula Paul-Bruns, Herr Gerhard Ostermeier und Herr Wilhelm Mevert.
Wilhelm Mevert hatte auf dieser Jahreshauptversammlung seinen 25. Auftritt als Schatzmeister. „Wir wissen was wir an ihm haben, denn unsere Finanzen sind seit eh und je wohl geordnet und robust. Es gab nie Grund für Beanstandungen“, so Jürgen Watermann. Und so fing es damals an, Ernst August Kranz – der verstorbene Gründungsvater und langjährige Vorsitzende der SDAG soll gesagt haben: „Den kenne ich, der ist gut, der hat Zeit und der macht das mit der Kameralistik, die verstehe ich. Heute kann man sagen, er hatte recht, Wilhelm Mevert hat einen super Job gemacht und dafür bedanken wir uns und hoffen dass es noch lange so bleibt“.

Ein weitere Dank galt dem anwesenden Landrat Heinz Georg Schöttelndreier, der immer bereit war, Gäste aus der Partnerstadt im Kreishaus zu empfangen und den schönen Landkreis vorzustellen, Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und Transportkapazitäten zu mobilisieren wusste.

Im Anschluss an die Veranstaltung wurde ein kleiner Imbiss gereicht. Anschließend blieb Zeit zum Austausch von Erinnerungen an Besuche in der Partnerstadt Schaumburg/Ill.

 

Thanksgiving Day – der traditionelle amerikanische Feiertag
60 Mitglieder folgten der Einladung zum Thanksgiving Dinner am 24. November 2011 auf der Paschenburg. Überraschungsgast an diesem Abend war die neue amerikanische Generalkonsulin K. Inmi Patterson. Sie war der Einladung des Vorstandes zu einem Besuch des Landkreises gefolgt.
Pünktlich um 14.00 Uhr trafen die Generalkonsulin und Ihre Begleiter in Stadthagen ein. Hier wurde sie vom Vorstand der SDAG und Bürgermeister Hellmann in Empfang genommen. Nach der Vorstellung der Stadt und einer anregenden Diskussion trug sich die Generalkonsulin K. Inmi Patterson mit folgenden Worten in das „Goldene Buch“ der Stadt ein:

Ich danke Ihnen für die Gelegenheit, Ihre wunderschöne Stadt besuchen zu dürfen, ganz besonders, da ich am meinem liebsten amerikanischen Feiertag …. Thanksgiving Day … hier bin.

Happy Thanksgiving
K. Inmi Patterson

Ein kurzer Rundgang über den Marktplatz rundete den Besuch ab.
Anschließend fuhr der Konvoi nach Apelern, um dort dem Gedenkstein für die Auswanderer und Gründer der Stadt Schaumburg in Illinois zu besuchen.
Zurück in Stadthagen, stand der Besuch des Landkreises auf dem Programm. Die stv. Landrätin, Frau Helma Hartmann-Grolm, ließ es sich nehmen die Generalkonsulin persönlich zu begrüßen und den Landkreis vorzustellen.

 

Der Abschluss des Besuches war die Einladung zum Thanksgiving Dinner auf der Paschenburg. In einer kurzen Ansprache in perfektem Deutsch lobte sie die Aktivitäten der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft und hob dabei wieder einmal hervor, dass die SDAG zu den aktivsten Norddeutschen Partnerschaftsorganisationen gehöre.

>> Menükarte

 

 

 


Vom kleinen weißen Haus an der Alster bis ins hiesige Rathaus
US-Generalkonsulin Inmi Kim Patterson zu Besuch im Landkreis

STADTHAGEN (wa). Wie ist das denn hier mit dem Tourismus? So lautete eine Frage der US-Generalkonsulin Inmi Kim Patterson an Bürgermeister Bernd Hellmann bei ihrem Besuch der Kreisstadt. Hellmann antwortete souverän und hob die beiden Anziehungspunkte Bückeburger Schloss und das Wilhelm Busch Geburtsthaus in Wiedensahl hervor. Verdrängte aber nicht die Tatsache, das auch Stadthagen nicht vom demographischen Wandel verschont bleibt. Patterson war auf Einladung der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft im Landkreis unterwegs. Unter anderem trug sie sich im Goldenen Buch der Stadt Stadthagen ein und besichtigte das Auswandererdenkmal in Apelern.

Auch wenn in Amerika gerade Thanks-Giving-Fest ist, sei sie gern nach Schaumburg gekommen, um mit ihren deutschen Freunden den Abend zu begehen, so die gebürtige Südkoreanerin Patterson. Mittels eines Imagefilmes stellte ihr Hellmann Stadthagen in Bild und Ton vor. Patterson spricht sieben Sprachen darunter auch fließend Deutsch. Gerne ließ sie sich die besondere Form der Häuser in der Stadt der Weserrenaissance erklären. Ebenso informierte sie Jürgen Watermann, erster Vorsitzender der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft, über die heftige Diskussion um den geplanten Klinikbau in Obernkirchen. In den USA ist die Gesundheitsversorgung anders geregelt als in Deutschland. Dort gibt es kommunale und private Krankenhäuser. Patterson ist Diplomatin im US-Außenministerium. Sie trägt einen Doktortitel in Entwicklungspsychologie der Katholischen Universität in Washington D.C.. Unter anderem war Patterson Beraterin für das Moskauer Büro der Unmweltschutzorganisation Earth Watch sowie für UNICEF in Peking. Ihre diplomatischen Erfahrungen sammelte sie in den Abteilungen für Öffentliche Angelegenheiten in Japan, China und Kenia, in der Abteilung für Politische Angelegenheiten an der US-Botschaft in Moskau und während ihres Dienstes in der US-Delegation bei der OSZE in Wien. Nun ist sie als US-Generalkonsulin im Consulate General of the United States im "Little White House on the Alster" in Hamburg tätig.

Schaumburger Wochenblatt vom 30.11.2011 | Foto: wa | Ausgabe-Nr. 48A

 


US-Generalkonsulin in Schaumburg
Die schon seit längerer Zeit geplante Verabredung zum traditionellen Thanksgiving-Essen in Hamburg hat US-Generalkonsulin Inmi Patterson gerne abgesagt. „Die Einladung nach Schaumburg klang einfach zu interessant“, sagte sie.
Landkreis (par). Am Donnerstagnachmittag (24. November) verschaffte sich die Diplomatin einen Eindruck vom Landkreis und trug sich auch in das Goldene Buch der Stadt Stadthagen ein. „Es ist das erste Mal, dass wir eine Konsulin zu Gast haben“, erklärte Bürgermeister Bernd Hellmann erfreut, der gerne Auskunft über das Schaumburger Land gab und über Schlösser, die Geschichte des Kreises und die Infrastruktur plauderte. Für die Unterhaltung musste er noch nicht einmal auf sein Englisch zurückgreifen – Patterson spricht sieben Sprachen, darunter auch Deutsch. „Man hat scheinbar ein angenehmes Leben hier“, sagte sie lächelnd, nachdem sie einen Imagefilm über die Kreisstadt zu sehen bekam.

Im Anschluss daran wurde sie von Mitgliedern der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft nach Apelern begleitet, wo sie das im September 2008 errichtete Denkmal für die Mitte des 19. Jahrhunderts Ausgewanderten besichtigte, die später in der Nähe von Chicago die Stadt Schaumburg gründeten. Diese hat heute rund 80.000 Einwohner.

Schaumburger Nachrichten - 25.11.2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im kleinen Weißen Haus an der Alster
SDAG ist einer der aktivsten Partnerschaftsvereine

RINTELN/HAMBURG (ste). Wie bereits seit vielen Jahren wurde die Schaumburger Deutsch-Amerikanische Gesellschaft (SDAG) auch diesmal zu einem besonderen Anlass des amerikanischen Generalkonsulates in Hamburg eingeladen.
1790 wurde das erste Konsulat der Vereinigten Staaten von Amerika in Hamburg geschaffen. Im Vordergrund standen vor allen Dingen wirtschaftliche Interessen auf beiden Seiten des Atlantiks.
So waren verschiedene Hamburger Bürger als Konsul Repräsentant für die Nation auf der anderen Seite des Atlantiks. Im Jahre 1904 war dieser Standort so wichtig geworden, das die damalige US-Regierung beschloss, daraus ein Generalkonsulat zu machen. Nach der Schließung im zweiten Weltkrieg - die Aufgaben wurde durch das Schweizer Konsulat wahrgenommen - wurden nach mehreren provisorischen Standorten dann an exponierten Stelle Hamburgs, dem Alsterufer, im Jahre 1951 zwei Villen gekauft und zu einem stilistisch gelungen Gebäude zusammengefasst. So ist man heute zu der Ansicht gelangt, man könne es auch das "Kleine Weiße Haus an der Alster" nennen. Anlässlich des "60sten Geburtstages" wurde jetzt auch die SDAG als eine der aktivsten Partnerschaftsvereine im Verantwortungsbereich des Generalkonsulates eingeladen. Jürgen Watermann und Klaus-Dieter Budde als stellvertretende Vorsitzende haben diese Einladung wahrgenommen. "Auch wenn ich erst kurze Zeit hier bin," so Generalkonsulin Inmi K. Patterson in einem persönlichen Gespräch mit Jürgen Watermann und Klaus-Dieter Budde, "habe ich von meinen Mitarbeitern gehört, dass die SDAG eine de aktivsten
Partnerschaftsverbindungen in Norddeutschland ist". "Natürlich freut man sich, wenn man so wahrgenommen wird", konnte Jürgen Watermann nur antworten. Und Klaus-Dieter Budde ergänzte, dass man auch weiterhin eine aktive Partnerschaft pflegen werde. Beide luden dann die Generalkonsulin zu einem Besuch ins Schaumburger Land ein. "Und sie können sicher sein, bei uns lässt es sich gut leben und wir werden alles versuchen, gute Gastgeber zu sein", war die feste Zusage der beiden Schaumburger.

Foto: privat vom 07.09.2011 | Ausgabe-Nr. 36A


Treppauf und treppab geht es durch die großen Halle
Schaumburg-Deutsch-Amerikanische-Gesellschaft besichtigt Unternehmen

RINTELN (ste). Einmal durch Wesergolds Produktionshallen und wieder zurück - zu Fuß, mit Mütze und weißem Kittel. Um sich über die Firmenentstehung und ihre Entwicklung zu informieren und gleichzeitig auch einen Blick hinter die Kulissen des Fruchtsaftkonzerns zu werfen, lud die Schaumburg-Deutsch-Amerikanische- Gesellschaft (SDAG) ihre Mitglieder jetzt zu einer Betriebsbesichtigung ein.
30 Teilnehmer waren mit dabei und wurden von Heinrich Requadt von der Firma Riha in Empfang genommen.
Not macht erfinderisch, so stellte Requadt die Firmengeschichte vor. Im Falle von Richard Hartinger sen. war diese "Not" sein großer Durst, den die starke Hitze bei seiner Arbeit als Glasbläser verursachte. Seine Lösung: Apfelsaft, den er aus den reichlich vorhandenen Äpfeln zunächst für den Eigenbedarf selbst presste. Dafür baute er eine einfache Handpresse - eine Entwicklung, der viele weitere folgen sollten. 1934 wurden schließlich erstmals kommerziell Erfrischungsgetränke durch ihn hergestellt, mittlerweile führt Richard Hartinger jun. in der dritten Generation das Unternehmen, so dass die Unternehmensführung weiter in Familienhand liegt. Treppauf, treppab ging die Führung über das riesige Firmengelände. Vorbei an vollautomatischen Abfüll- und Verpackungsstrassen bis hin zum vollautomatische Hochregallager. Die Besucher erfuhren, dass das hauseigene Labor ständig alle Produkte auf Reinheit kontrolliert und so erstklassige Qualität garantiert. Auch Glas-Mehrweg- und PET-Cycle-Flaschen als Mehrweg-Systeme sowie Kartonverpackungen werden direkt im Werk in Rinteln produziert.
Die Ausmaße des Werkes übersteigen die Vorstellungskraft - neben einer Produktionsfläche von über 32.000 qm stehen heute 60.000 Palettenstellplätze in Regallägern, über 80.000 qm Freilager sowie 27 Millionen Liter Tankraum zur Verfügung. Produziert wird hier die gesamte Palette von nichtalkoholischen Getränken mit rund 500 verschiedenen Produkten. Wie die Besucher erfuhren, produziert RIHA an fünf weiteren europäischen Standorten sowie in Costa Rica. In knapp zweieinhalb Stunden Rundgang erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes.

Foto: privat vom 07.09.2011 | Ausgabe-Nr. 36A


Vier Schaumburger Polizisten gehen in Amerika mit den Cops auf Streifendienst Ein Besuchs- und Erfahrungsbericht / Ralf Stöber berichtet: "Polizisten sind in ihrem Wesen, Denken und Verhalten gleich!"

LANDKREIS SCHAUMBURG (ste). Im Rahmen des Austauschprogrammes der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft nahmen vier Schaumburger Polizisten an einem Besuch in Schaumburg Illinois teil. Ralf Stöber war einer von ihnen. Seine Erfahrungen schrieb der Polizeibeamte in einem Bericht an das Schaumburger Wochenblatt.
Jeder der Teilnehmer war bei einem Kollegen des "Schaumburg Police Department" und seiner Familie untergebracht, was für alle eine neue, aber auch sehr positive Erfahrung war. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hatte man sehr schnell zueinander gefunden und verbrachte gemeinsam einige Zeit, um das Land, die Gastgeber und deren Lebensgewohnheiten und Hobbys kennen zu lernen. In den kommenden Tagen hatte jeder auch die Möglichkeit, nicht nur die Dienststelle mit ihren verschiedenen Abteilungen zu sehen, sondern auch den dienstlichen Alltag hautnah zu erleben. Neben der normalen Streifentätigkeit wurden auch die Detectivs begleitet, die under cover ein Haus, in dem Drogen verkauft wurden, observierten. Unterschiede zu der Arbeit hier im Landkreis Schaumburg wurden schnell deutlich: Die Fahrzeuge sind mit Radar, Laptop und Sturmgewehr ausgerüstet.
Die Polizisten fahren ohne Partner auf Streife und finden zusätzliche Sicherheit durch ihre persönliche Schutzausstattung (schusssichere Westen), schnelle Unterstützung durch andere "Solokollegen" sowie eine klare bauliche Trennung der Rückbank und Vordersitze. Das ermöglicht den Transport von Gefangenen auch alleine.
Auch bei polizeilichen Maßnahmen zeigten sich Unterschiede. Drogenschnelltest gibt es nicht, Verkehrskontrollen sind nur nach Erkennen eines konkreten Verstoßes möglich und bei Fahrten unter dem Einfluss alkoholischer Getränke sind keine Blutproben unter Zwang erlaubt. Andererseits wird bei diversen Verstößen der Führerschein direkt vor Ort einbehalten, es wird eine Quittung hierüber zum weiteren Fahren ausgestellt. Wer seinen Führerschein anschließend wieder haben möchte, muss vor Gericht erscheinen und die entsprechende Strafe bezahlen. Interessant war auch feststellen zu können, dass sich die Kollegen hier wie dort in ihrem Wesen, Denken und Verhalten sehr ähnlich sind. "Wir hätten auch sofort dort in die Polizeiarbeit einsteigen können", so Stöber. Ob die amerikanischen Kollegen dieses ebenso empfinden, wird bei einem Gegenbesuch auszuloten sein. Dann werden die Kollegen zu Gast in Deutschland sein und die hiesige Polizeiarbeit und das Leben in Deutschland kennen lernen.
"Wir freuen uns schon darauf", schreibt Stöber!

Foto: privat vom 20.08.2011 | Ausgabe-Nr. 33B


Die Teilnehmer der gemischten Gruppe sind aus Schaumburg/Ill. zurück. 16 Teilnehmer haben viele neue Erfahrungen und Eindrücke über den „American Way of Life“ mitgebracht.

 

Hoch hinaus: Mit der Feuerwehr der Stadt Schaumburg im USBundesstaat Illinois geht es für Besucher aus dem deutschen Landkreis Schaumburg in luftige Höhen. Und auch für die Entwicklung der Stadt hat der Bürgermeister,trotz Wirtschaftskrise, noch große Pläne. Fotos: mldWillkommen im Schaumburg der Superlative
Schaumburg gibt es zweimal auf der Welt: in Niedersachsen und im US-Staat Illinois. Seit gut drei Jahrzehnten ist der Austausch zwischen den Kommunen rege und kreativ – und die Zeit als Schaumburger in Schaumburg, USA, eine Erfahrung, die einen so bald nicht mehr loslässt. Ein Erfahrungsbericht.

Ist man als deutscher Schaumburger zu Gast bei Einwohnern der Stadt Schaumburg im US-Bundesstaat Illinois, dauert es nicht lang, bis die Fragen kommen: Wart ihr schon einmal in den USA? Welchen Ruf haben Amerikaner in Deutschland? Sprechen alle Deutschen so gut Englisch? Was haltet ihr von unserem Präsidenten?
Und ab und zu muss man auch unwillkürlich lächeln; da wird schon mal gefragt, ob in Deutschland auf der linken Straßenseite gefahren wird, und man wird den Eindruck nicht los, dass Deutschland für vermeintlich weitverbreitete Merkmale wie Kopfsteinpflaster und Lederhosen genauso gemocht wird wie für seine Autos und seine Ingenieurskunst.
Dass das Deutschlandbild vieler Amerikaner eher einem Märchenbuch denn der Realität gleicht, sollte allerdings schnell zu verzeihen sein: Schließlich ist man vom deutschen Schaumburg aus in rund sieben Autostunden in Paris, während man vom amerikanischen Schaumburg aus nach rund sieben Stunden gerade mal in Nashville, Tennesse, ist.
Deutsch-amerikanische Geschichte: Auf der „Völkening Heritage  Farm“ wird gezeigt, wie die ersten deutschen Siedler Ende des 19.  Jahrhunderts das Land nutzten.Doch trotz oder vielleicht gerade, weil manche Amerikaner ihren Kontinent oder gar ihr Land noch nie in ihrem Leben verlassen haben, bringen sie den deutschen Besuchern eine Gastfreundschaft entgegen, wie man sie hier wohl lange suchen müsste:
Natürlich kannst du mein Auto benutzen, hier ist der Schlüssel zu meinem Haus, der Kühlschrank ist voll, bedien dich. Ist man gemeinsam essen oder einkaufen, muss man regelrecht eine Debatte lostreten, um auch mal selbst etwas zahlen zu dürfen.
Rund 150 Jahre ist die Geschichte der Stadt Schaumburg alt, für US-Standard biblisch, für Deutsche eher neuere Geschichte. Als im Jahr 1840 die ersten deutschen Aussiedler in die gerade frisch zur Besiedlung freigegebene Gegend kamen, hieß die Stadt noch „Sarah’s Grove“. Die Überlieferung will es, dass 1851, während einer Einwohnerversammlung, über einen neuen Stadtnamen gestritten wurde – bis ein Friedrich Nerge, ursprünglich aus Reinsdorf bei Apelern, mit der Faust auf den Tisch schlug und rief: „Schaumburg schall et heiten!“
Seitdem hat sich freilich eine Menge getan in der 75 000 Einwohner zählenden Stadt, die rund eine Autostunde von der drittgrößten Stadt der USA, Chicago, entfernt liegt.
Kino? Falsch, Stadtbücherei: Hier gibt es nicht nur Millionen von Büchern, es werden auch Filme gezeigt oder Konzerte gegeben.Wer verstehen will, wie dieses Schaumburg funktioniert, der sollte die Stadtbücherei aufsuchen. Nicht nur, um sich ein Buch über die Geschichte der Stadt auszuleihen, sondern, um den Bestand an Büchern, Hörbüchern, DVDs, CDs, Schallplatten und digitalen Dateien, der insgesamt über zehn Million Euro wert ist, zu bestaunen. Auch wenn die amerikanische Wirtschaft immer noch am Boden liegt, sich die Immobilienpreise im Keller befinden, während sich Arbeitslosenzahlen und Benzinpreise auf nie gekannten Höchstniveaus befinden, geht es Schaumburg noch vergleichsweise gut. Die Zentrale des Elektronikkonzerns Motorola sitzt dort, mit der „Woodfield Mall“ ist dort die fünftgrößte Einkaufsstraße des Landes angesiedelt, in der derzeit 285 Geschäfte zu finden sind – in direkter Nachbarschaft zu mehreren Outlets und Einkaufszentren.
Weiterer großer Anziehungspunkt ist das Einrichtungshaus IKEA, das hier vor rund zehn Jahren eine der ersten Filialen der USA eröffnete. Dieses in Schaumburg angesiedelte Gewerbe bekommt der Gemeinde gut, denn rund 80 Prozent der Grundsteuer, egal ob von Motorola oder von einer fünfköpfigen Familie gezahlt, gehen in Schaumburgs Bildungseinrichtungen. Und so ist die dreistöckige Stadtbücherei eines von vielen Vorzeigestücken der Stadt mit einem zur Verfügung stehenden Budget von 15 Millionen US-Dollar (etwa 10,5 Millionen Euro) pro Jahr. Es ist die zweitgrößte Bibliothek in Illinois, hat eine Million Besucher pro Jahr, 300 Angestellte, es gibt große Sektionen für die sechs in Schaumburg meistgesprochenen Sprachen neben Englisch, nämlich Spanisch, Polnisch, Hindi, Urdu, Japanisch und Chinesisch. Allein die Jugendabteilung umfasst 600 000 Bücher, es gibt eine Abteilung für körperlich behinderte Menschen mit speziellen Computern, ein Kindertheater, einen Werkraum, sein Bewerbungstraining kann man genauso absolvieren wie einen Sudoku-Kurs. In der Kinderabteilung werden allerdings auch gern Ratgeber ausgeliehen, die verraten, wie das eigene Kind in Schultests besonders gut abschneidet, damit es später den Sprung auf eine gute Schule schafft. Die Zahl der Kinder, die eigens auf diesen Zweck zugeschnittene Förderprogramme besuchen, liegt auch im recht wohlhabenden Schaumburg im hohen fünfstelligen Bereich. „Das ändert sich derzeit mit der Obama- Regierung“, sagt Bibliotheksleiterin Stephanie Sarnoff. Der US-Präsident habe den starken Konkurrenzdruck aus dem amerikanischen Schulsystem genommen.
Auch die insgesamt 27 Schulen und die Universität des Bezirks profitieren von der Grundsteuer-Praxis und den Verkaufssteuern der Einzelhändler, 285 Millionen US-Dollar (rund 199 Millionen Euro) stehen dem Bezirk somit jährlich zur Verfügung. So wird an der Blackwell-Grundschule zum Beispiel parallel in Englisch und Gebärdensprache unterrichtet: Obwohl nur zwölf der insgesamt 300 Schüler hier hörgeschädigt oder taub sind, sollen die Kinder integriert aufwachsen. Ebenso gibt es zahlreiche Grundschulen, an denen zweisprachig auf Englisch und Spanisch oder auch mal auf Japanisch unterrichtet wird.
Seinen Stolz auf Schaumburg kann auch der (schwedischstämmige) Al Larson, seit 1987 Bürgermeister von Schaumburg und mit seinen 72 Jahren gerade zu weiteren vier Jahren im Amt vereidigt, nicht verbergen: Von einer „Schaumburg myth“, einem Schaumburger Mythos, der durch die USA gehe, spricht er. Dieser „Mythos“ hat seinen Ursprung vor allem in einer Tatsache: Die Einkaufsmöglichkeiten in Schaumburg sind beinahe unendlich.
Der Ausblick auf den fast 60 000 Quadratkilometer großen Michigansee im nahen Chicago.Genauso wie das nahe Chicago ist auch Schaumburg ein Produkt sorgfältiger Stadtplanung: In den 60er Jahren griff der tadtentwicklungsplan des damaligen Bürgermeisters, um aus dem eher ländlichen Schaumburg eine attraktive Stadt zu machen. Der Plan wurde mit der Eröffnung der „Woodfield Mall“ im Jahr 1971 beendet, Einzelhandel, Industrie und Wohnungsbau entwickelten sich überdurchschnittlich, ganze Stadtteile wurden von Grund auf renoviert, Ghettos wurden zu Parkanlagen umgestaltet. In den 90er Jahren kamen neben mehr Gewerbe auch Restaurantketten und eine Schnellverbindung zum internationalen Flughafen O’Hare dazu, 2000 erfolgte die letzte große Baumaßnahme mit inem 30 000 Quadratmeter großen Messezentrum, gleichzeitig Designer-Hotel mit 500 Räumen.
Glaubt man Bürgermeister Larson, ist Schaumburgs Entwicklung noch nicht beendet: Folgen sollen noch ein Kulturzentrum sowie schnellere Verkehrsanbindungen nach Chicago. Gerade hat Schaumburg sein Baseballteam aufgelöst, es soll neu besetzt werden und besser spielen.
Keine Frage, die Dimensionen in den USA sind im Vergleich zu Deutschland ganz andere. Um diese Unterschiede aber nicht zu Grenzen werden zu lassen, sondern um „Brücken zu bauen“, wie sie es im eigenen Motto benennt, kümmert sich seit 1983 auf deutscher Seite die Schaumburger Deutsch-Amerikanische Gesellschaft (SDAG). Mal besuchen jugendliche Sportmannschaften oder Bands einander, mal einheitliche oder gemischte Berufsgruppen aus Polizisten, Feuerwehrleute oder Krankenpfleger.
Vorname Louis, Nachname Schönbeck: Auf Schaumburgs lutherischem Friedhof lassen sich noch viele deutsche Namen finden.Eine Art Kulturschock lässt sich wohl kaum vermeiden: Die USA sind ein Land, in dem Rassismus noch immer ein großes Thema ist und der Bürgerkrieg regelmäßig nachgespielt wird; in dem „gleich um die Ecke“ heißt, dass man eine Viertelstunde mit dem Auto braucht; in dem man sich in jedem Supermarkt leicht verlaufen kann; in dem viele Menschen nicht mehr wissen, wie eine lebendige Kuh aussieht.
Gleichzeitig ist der Aufenthalt in einer Gastfamilie, die sich ein Bein ausreißt, um dem deutschen Besuch die besten Seiten der eigenen Stadt und des eigenen Landes zu zeigen, eine Erfahrung, die einen nicht mehr loslässt. Und wenn es zurück ins eigene Land gehen soll, sind bislang bei jedem Abschied Tränen geflossen.
Informationen: Mehr Informationen über die SDAG gibt es unter www.sdagshg. de.

Schaumburger Zeitung 21.05.2011 von MARIE DENECKE | Foto: mld

 

 


Mixed Group – ein voller Erfolg. - Beide Städte eng verbunden
Jahreshauptversammlung der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft e.V.


Jürgen Watermann, als Stellvertreter des wegen Krankheit verhinderten Vorsitzenden Dr. Egon Crombach, eröffnete die Jahreshauptversammlung der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft (SDAG)im Panorama Restaurant in Luhden.
Die SDAG, seit 1983 ein Begriff in Schaumburg, kann auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken. Er dankte im Namen von Dr. E. Crombach für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Worten – „Es ist die Arbeit in einem Team mit dem es Spaß macht“.
Kennenlernen der jeweiligen Kultur und des Arbeitslebens, ist ein Ziel der SDAG.
Aufgrund der Anregung der Partnerstadt wurde im April 2010 erstmalig eine Austauschmaßnahme durchgeführt, deren Teilnehmer aus verschiedenen Berufsgruppen kamen. Bis dahin hatten nur Austauschmaßnahmen von jeweils einer bestimmten Berufsgruppe stattgefunden, bei der es hin und wieder Probleme gab, genügend Teilnehmer beziehungsweise Gasteltern zu finden.

Das neue Konzept stieß sofort auf beiden Seiten des Atlantiks auf großes Interesse. Die Gäste aus den USA hatten die Gelegenheit, Einsicht in die deutsche Arbeitswelt zu erhalten. Der Empfang beim Landkreis und das Ausflugsprogramm brachten den Teilnehmer unser schönes Schaumburg näher. Für alle Besucher war es der 1. Aufenthalt in Deutschland. Neben dem Schaumburger Land besuchten die Gäste auch Berlin, wo sie u. a. unter Führung des Schaumburger Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy den Reichstag besichtigten.

Im April 2011 wird eine gemischte Gruppe zum Gegenbesuch aus dem Landkreis Schaumburg in die Partnerstadt reisen. Die Teilnehmer kommen ebenfalls aus verschiedenen Berufsgruppen und werden in der Partnerstadt die Gelegenheit haben, Einsicht in das dortige Berufsleben zu erhalten. Natürlich gehört auch ein Besichtigungsprogramm und der Besuch Chicagos dazu.

Als großer Erfolg für 2010 ist zu verbuchen, das erstmalig seit 2003 eine kleine Gruppe von 8 Schülern und 2 Begleitern im Oktober an einem Austausch teilnehmen konnte. Ein neuer Anfang der Grund zur Hoffnung gibt, dass weitere Austauschmaßnahmen stattfinden werden.
Die amerikanischen Gastgeber boten den Teilnehmern ein interessantes Sightseeing Programm und die Schüler nahmen am Unterricht der Schaumburg Highschool teil.

Das im September durchgeführte Mitgliederfest unter dem Motto „American Barbecue mit Live im Big Band Sound“ war leider aufgrund des schlechten Wetters nicht gut besucht.

Für die Mitglieder und Freunde der SDAG sind 2011 eine Betriebsbesichtigung, und eine kulturelle Veranstaltung geplant. Die Einladungen werden rechtzeitig versandt. Im Herbst 2011 wird wieder der Besuch einer Mixed Group aus der Partnerstadt Schaumburg/Ill. erwartet.
Im Anschluss an den Bericht des Vorstandes erläuterte Schatzmeister Wilhelm Mevert den Jahresabschluss 2010, und den Haushaltsplan 2011. Anhand einer Grafik stellte er fest, dass die Mitgliederzahl kontinuierlich wächst. Am 31.12.2010 waren es 211 Mitglieder.

Ein weiteren Tagesordnungspunkt waren die Wahlen des geschäftsführenden Vorstandes, der Beisitzer und der Kassenprüfer, Der geschäftsführende Vorstand wurde wiedergewählt - Dr. Egon Crombach (Vorsitzender), Jürgen Watermann (1. stellvertr. Vorsitzender), Klaus-Dieter Budde (2.stellvertr. Vorsitzender), Wilhelm Mevert (Schatzmeister) und Anne Coert (Schriftführerin).
Ernst Führing, Friedhelm Hamann, Sandra Kühnast, Heinz-Gerhard Schöttelndreier, Astrid Teigeler-Tegtmeier, Heinrich Wallenstein, Jörg Farr und Burghard Rohrsen übernehmen für 2 Jahre die Aufgabe als Beisitzer. Olaf Bielinski und Thomas Dehne wurden von der Versammlung zu Kassenprüfern gewählt.
Auf 25 Jahre Mitgliedschaft blicken in diesem Jahr zurück Frau Beate Krantz, Frau Ursula Paul-Bruns, Herr Gerhard Ostermeier und Herr Wilhelm Mevert.
Wilhelm Mevert hatte auf dieser Jahreshauptversammlung seinen 25. Auftritt als Schatzmeister. „Wir wissen was wir an ihm haben, denn unsere Finanzen sind seit eh und je wohl geordnet und robust. Es gab nie Grund für Beanstandungen“, so Jürgen Watermann. Und so fing es damals an, Ernst August Kranz – der verstorbene Gründungsvater und langjährige Vorsitzende der SDAG soll gesagt haben: „Den kenne ich, der ist gut, der hat Zeit und der macht das mit der Kameralistik, die verstehe ich. Heute kann man sagen, er hatte recht, Wilhelm Mevert hat einen super Job gemacht und dafür bedanken wir uns und hoffen dass es noch lange so bleibt“.

Ein weitere Dank galt dem anwesenden Landrat Heinz Georg Schöttelndreier, der immer bereit war, Gäste aus der Partnerstadt im Kreishaus zu empfangen und den schönen Landkreis vorzustellen, Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und Transportkapazitäten zu mobilisieren wusste.

Im Anschluss an die Veranstaltung wurde ein kleiner Imbiss gereicht. Anschließend blieb Zeit zum Austausch von Erinnerungen an Besuche in der Partnerstadt Schaumburg/Ill.